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0214 Die Chinesischen Handschriften- und sonstigen Kleinfunde Sven Hedins in Lou-lan : vol.1
Die Chinesischen Handschriften- und sonstigen Kleinfunde Sven Hedins in Lou-lan : vol.1 / Page 214 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000227
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betreffenden Urkunde, und zwar vielleicht gar nicht nach deren auf Stäbchen ge-
schriebenem Original, sondern nach der Fassung sei, die sie in der üblichen Wieder-
gabe auf einem Weihgefäß erhalten hatte. Wenigstens scheint für Letzteres die
Hinzufügung der Dankesformel zu sprechen, die ja so oder ähnlich auf beinahe un-
zähligen dieser Inschriften wiederkehrt (so z. B. Ts'i-ku-chai 3. 10a/b; 4. 23b; 4. 28b(
nebst Dubletten; 5. 2a; 5. 31a/b; 6. 13a/b; 6. 14b/15a; 6. 23b/24a; 7. 3a/b; 8.
10b/11a, ferner Li-ki 8 (25). 67a (= SBE 28, 282) und wohl auch Shi-king III. 3.
VIII. 6. Vgl. allerdings auch Shu-king IV. 8 (3). 11 und V. 25. 6; doch fallen sie wohl
nicht ins Gewicht).

Damit würde freilich Chavannes' Schluß auf die Zeichenzahl des präsump-
tiven Schriftstäbchens, der ja nach dem Vorigen ohnehin wohl nicht zu halten ist,
den Boden ganz verlieren. Allein das tut natürlich dem großen, vielleicht bahn-
brechenden Werte, den seine Ermittelungen über diesen Punkt für die Textkritik
besitzen, keinerlei Eintrag; sie haben mir in der Tat so wie ich glaube wesentliche Dienste namentlich bei der Untersuchung des Shu-king geleistet.

Zu S. 78 (Dokument 1b).
Statt „so wird . . . aufgeschlitzt werden" ist vielleicht richtiger zu übersetzen:
„was mir bevorsteht, das ist (zwar) auch der Tod".

Zu S. 79 (Brief 3. 1).
Genau dieselbe Einrahmung des Briefkerns durch das Verbum 白 mit voran-
gehendem Namen des Schreibers wie hier und bei allen übrigen vollständigen Briefen
(l. 4; 15. 1; 35; vgl. ferner I. 6. 1; 11; 15. 2 und 3; 18. 2; 21. 12; 31. 2) findet sich
auch bei einer Serie von Briefen des Wen-süan (41. 26a/29b; 42. 7b bis 24a; 43.
1a bis 13b). Ist es ein Zufall, daß sie ebenfalls der Periode der drei Reiche und
mit einer Ausnahme sogar der Wei-Dynastie angehören? Soviel ich beim Durch-
blättern der einschlägigen Kapitel des Werkes zu sehen vermochte, kommt gerade
diese eigenartige Formulierung nicht weiter darin vor, und auch das Prinzip der
Einrichtung — die vielleicht unbefugten Zusätzen vorbeugen sollte? — scheint nur
noch einmal vertreten (l. c. 43. 16a/20a: 頓首 an Stelle des 白 (vgl. Brief I. 8. 2;
31. 7); I. l bloß zu Anfang: l. c. 41. 7a), während die älteren Briefe (im Tso-chuan,
Kuoh-yü, Chan-kuoh-ts'eh usw.) m. W. überhaupt nichts Ähnliches aufweisen. Doch
mag bei den letzteren eine solche Formel als unwesentliches oder selbstverständliches
Beiwerk weggelassen sein.

Übrigens wird in den betr. Wen-süan-Stücken dabei mitunter (42. 15a/17a;
17a/20a; 43. 8a/13b; 16a/20a) zwischen dem Vornamen und dem vollen Namen
— jener brieferöffnend, dieser schließend — abgewechselt, was die Frage nach der
Bedeutung des ähnlichen Vorkommnisses in I. 4 zu Gunsten der S. 81, Anm. 1 an
erster Stelle ausgesprochenen Vermutung entscheiden könnte. —