National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Table of Contents -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
| 0073 |
Die Chinesischen Handschriften- und sonstigen Kleinfunde Sven Hedins in Lou-lan : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
gemeint war': warum hätte man sonst gerade dieses Zeichen aus allen Synonymen
ausgewählt? Zum wenigsten hat man sie schon damals mithineingeheimnissen
wollen.
Und das läßt nun zugleich auf die Art der Duplizierung dieser kui schließen.
Zwar sind wir auch anderweitig darüber unterrichtet, und nach den betreffenden
Angaben könnte es scheinen, als sei es hier durchgehends anders gewesen, als wir
sie von den tsieh her kennen. Das Chou-li sagt nämlich: „Der Sohn des Himmels
führt das mao, um die Lehensfürsten damit in Audienz zu empfangen",² und dieses
Instrument, der „Hut", war nach der alten Überlieferung ein Stück Jade mit einem
konkaven Ausschnitt, in welchen der obere Teil, der Kopf des kui passen mußte,
eine Art Matrize also, die der König um diese zur Kontrolle auf-
zustülpen. So heißt es in der klarsten und ausführlichsten Beschreibung, die ich
davon kenne, dem Kommentar des Ch'eng zu Shu-king II, 1, 7: „Wenn die Vasallen-
fürsten erstmalig belehnt wurden, so begabte sie der Sohn des Himmels mit einem
kui. Der Kopf dieses kui war uneben (konvex) zugespitzt, die Unterseite des
„Hutes" in genau entsprechenden Maßen uneben (konkav) ausgeschnitten. Kamen
nun die Vasallen zur Audienz, dann bedeckte der Sohn des Himmels mit dem Aus-
schnitt an seinem mao die Köpfe ihrer kui; stimmte etwas nicht überein, so fand
er dadurch die Fälschung heraus."³ Ein solches mao — oder vielmehr wohl ein
ganzer Satz davon, da die Köpfe der kui zu verschiedenartig gestaltet waren, um
unter einen Hut zu gehen — wird dann in der Tat auch vom Shu-king unter den
Krönungsinsignien der Chou angeführt.⁴ — Das wäre also eine Teilung der Quere
nach und ob auch eine Kontrollvorrichtung (durch Kerbschnitt), so doch keine eigent-
liche Duplizierung. Allein die Schriftzeichen für pan weist nun doch wohl darauf
hin, daß außerdem selbst bei den kui auch noch die senkrechte Spaltung üblich
gewesen sein muß. Denn nichts würde ja gehindert haben, bei seiner Bildung auch
die Querteilung symbolisch auszudrücken, wenn man sie gemeint hätte. Überdies
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
11
.
.
.
.
|
.
.
.
.
21
.
.
.
.
|
.
.
.
.
31
.
.
.
.
|
.
.
.
.
41
.
.
.
.
|
.
.
.
.
51
.
.
.
.
|
.
.
.
.
61
.
.
.
.
|
.
.
.
.
71
72
73
74
75
|
.
.
.
.
81
.
.
.
.
|
.
.
.
.
91
.
.
.
.
|
.
.
.
.
101
.
.
.
.
|
.
.
.
.
111
.
.
.
.
|
.
.
.
.
121
.
.
.
.
|
.
.
.
.
131
.
.
.
.
|
.
.
.
.
141
.
.
.
.
|
.
.
.
.
151
.
.
.
.
|
.
.
.
.
161
.
.
.
.
|
.
.
.
.
171
.
.
.
.
|
.
.
.
.
181
.
.
.
.
|
.
.
.
.
191
.
.
.
.
|
.
.
.
.
201
.
.
.
.
|
.
.
.
.
211
.
.
.
.
|
.
.
.
.
223
.
.
.
.
|
.
.
.
.
243
.
.
.
.
|
.
.
.
.
263
.
.
.
.
|
.
.
.
.
283
.
.
.
.
|
.
.
.
.
300
.
.
.
.
|
.
.
.
.
329
.
.
.
.
|
.
.
.
.
344
.
346
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.