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0159 Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1
Ancient Buddhist Temples in Chinese Turkistan : vol.1
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 / Page 159 (Grayscale High Resolution Image)

Captions

[Figure] Fig. 350. from painting I, b, c.aus Bild I, b, c.
[Figure] Fig. 351. no captionno caption

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doi: 10.20676/00000191
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Die aufrechtstehende Borte, 19 cm welche die Seitenw. von d. Seitengängen (am Kämpfer) trennt, hat
interessante Bilder, welche ziemlich gut erhalten sind. Hier sind die Maler des alten Teiles der Höhle dargestellt,
und zwar übereinander stehend, un-
mittelbar unter dem oben erwähnten
dreieckigen Teil. Jede dieser vier Fi-
guren war etwa 76 cm hoch. Sie
standen wie die Stifterbilder noch des
2. Stils auf den Fußspitzen. Das Kostüm
ist dasselbe wie das der Stifter der »Hippo-
kampenhöhle« und der »Statuenhöhle«,
vgl. S. 105, Fig. 232 u. S. 93. Sie
stehen auf hochrotem Fond und hatten
weiße Inschrifttafeln neben sich, hier
haben sich aber nur in zwei Fällen
die in Brāhmīcharakter geschriebenen
Wörter Citrakāra erhalten, bei einem
derselben hat sich noch vom Namen
(ein Aksara fehlt) ¹) dudākasya erhalten.
Die vier Malerfiguren halten in d. L.
ein kleines Farbnäpfchen, in d. R. einen
langstieligen Pinsel. Sie haben am
Gürtel das dolchartige Gehänge, welches
auch an der zerstörten Malerfigur der
»Höhle mit den Statuen« erhalten ist.
Auffallend ist — bei zweien wenigstens
— die ägyptische Haltung der Figuren,
besonders die von vorne gemalte Brust
und die im Profil gemalten Gesichter mit
syrisch-persischem Ausdruck. Wie die
Stifter der Hippokampenhöhle Kopf-
tücher tragen, so tragen diese Maler-
figuren schwarze Perrücken in ägypti-
scher Art. Bemerkenswert ist die
groteske Ornamentik auf den Gewand-
borten einer dieser Figuren, welche
zweifellos das alte wirkliche Ornament
wiedergeben soll (Fig. 336, 337, 338).
Die Hauptflächen d. Seitenw. sind
mit neun Buddhapredigten, etwa 1 m
hoch, 1,25 m breit, doch nicht alle
gleich, je drei in drei Reihen bemalt
gewesen (bei 1—9, I—IX). Sie haben in
den ob. Ecken schwer durch Schimmel
gelitten. Ebenso ist die untere Reihe
stark beschädigt und nie ganz erhalten.
Obwohl die Höhle neu geöffnet wurde,
sind doch viele Gesichter zerschlagen
und überall das Gewand Buddhas, wel-
ches zweifellos mit Gold belegt, abge-
schabt. Die Bilder gehören zu den
schönsten der ganzen Anlage, Zeichnung
und Kolorit ist wundervoll, auch läßt sich in der Anordnung der Bilder eine gewisse Symmetrie in bezug

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