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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0312 Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1
シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂 : vol.1
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 / 312 ページ(白黒高解像度画像)

キャプション

[Figure] Fig. 621. 第3窟、側廊の入口から右部分上部。Höhle 3. Über d. Seiteng. R. v. Eing.

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doi: 10.20676/00000191
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OCR読み取り結果

eine Schale mit strahlenwerfenden Cintāmaṇis vor sich hin zu halten scheint. Ein Teil der Schale und das
Gesicht des Gottes ist zerstört. Über den beiden letzteren Figuren liegt ein großes Buch und hinter diesem
eine Lotusblume, aus welcher ein Kind strahlend hervorkommt. Ich sehe in dem Bilde die Fortsetzung
des Bildes auf d. and. Seite: Durch die Rezitation eines heiligen Buches erlangt der Verstorbene die
Wiedergeburt und wird von Schutzgöttern Buddha dargereicht. Mit dem Buddha ist vielleicht Amitābha
gemeint.
In beiden Bildern haben die Buddhas am Rücken und an den Armen Flammen innerhalb der Vesica,
beide sehen nach der Außenwand, so daß sie die Cella im Rücken haben. Die Bodhisattvas und Devaputras
sind jedesmal etwas kleiner als der Buddha.
**Die Gänge.** Wie auf der Vorderseite, so hatte der Pfeiler der Rückw. der Cella auch auf der Rückseite
und den Schmalseiten der Seitenw. Nischen für Kultfiguren, welche sämtlich zerstört sind. Nur als Neben-
figuren sind noch neben den Nischen R. u. L. je ein betender Arhat erhalten, welcher die volle Höhe der
Wand einnimmt.
Die Bilder der *Langwand des hint. Ganges* sind völlig vernichtet.
**Langwand des Seitenganges R.** Dieser Gang enthielt auf der Langwand kleine Bilder, welche jetzt
sehr zerstört sind. Es ist dies sehr bedauerlich, da es sich offenbar um die Geschichte eines Klosters handelte.
Oben sieht man noch die Reste zweier Bilder: das
vordere zeigt ein brennendes Gebäude (Kloster);
die ursprünglich daneben befindlichen uighurischen
Inschriften sind vernichtet. Dann folgt nach
hinten zu ein zweites Bild. Man sieht Mönche ins
Gebirge flüchten, die Kuppen der Berge mit Leitern
ersteigen, man sieht, wie sie an den Kämmen der
hohen Berge entlang gehen, offenbar um nach der
Zerstörung ihres Klosters Ausblick zu halten,
während ein mit überirdischen Kräften begabter
Arhat durch die Luft fliegt.
Die unteren Bilderreihen zeigen nur Ado-
rantenszenen.
**Langwand des Seitenganges L.** Vorn in der
ob. Reihe sieht man zwei Felder: eines zeigt einen
Mönch, aus dessen Kopf und Brust Strahlen her-
vorschießen, das zweite einen Mönch vor einem
predigenden Buddha. Vom Rest ist nur mehr sicht-
bar, daß auch hier solche Landschaften, Gebirgs-
bilder usw. vorhanden waren.
Die Höhe dieser Bilder beträgt 38 cm, die
uighurischen Inschriften sind vernichtet.
Das *Gewölbe der Gänge* zeigt Lotusblumen in braunen Konturen.
**Plafond der Cella.** Über den Bildern der Seitenw. läuft ein 38 cm hoher Streifen hin mit je fünf medi-
tierenden Buddhas. Eine bunte Ornamentborte trennt ihn von den unt. stehenden Bildern, dieselbe Borte
läuft darüber hin. Alle diese zehn Buddhas haben Flammen hinter den Schultern und Armen. Die Mitte des
Gewölbes nimmt eine große Ornamentscheibe ein, in deren Mitte ein meditierender Bodhisattva auf einem
mit Hansaköpfen geschmückten Thron sitzt, über ihm in den Ornamentzwickeln umgeben den Kopf Flammen;
die Füße sind der Tür zugewendet.
Diese mittlere Scheibe umgeben auf jeder Seite zwei kleinere, welche nach den Außenseiten zu offen
sind. In den gegen das Kultbild zugewandten ist nur in dem R. stehenden ein Bodhisattva erhalten, der dem
Kultbild zugewandt ist und in der R. eine Blume hält. Von den Figuren über den Seitenw. sind die über
Seitenw. L. erloschen, R. ist im vorderen Ornament ein meditierender Bodhisattva, dem Kultbild zugewendet
und im hinteren ein Bodhisattva in derselben Wendung, doch mit gefalteten Händen. In den Scheiben nach
der Tür zu ist L. ein Bodhisattva etwa in der Haltung der »weißen Tārā« nach der Tür zu gewendet und R.
davon ein umgewendeter, der dem zunächst stehenden, der Seitenw. gegenüber predigt. Im Zwickel zwischen
der großen Mittelscheibe und den Ornamenten vor dem Kultbild sitzt noch ein kleiner, etwa in der Haltung
der »weißen Tārā« dargestellter Bodhisattva dem Kultbild zugewendet. Der Rest ist zerstört.

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