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0292 Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1
Ancient Buddhist Temples in Chinese Turkistan : vol.1
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 / Page 292 (Color Image)

Captions

[Figure] t Side wall b.Seitenw. b.
[Figure] b Side wall B.Seitenw. B.
[Figure] Fig. 591. Cave 28.H. 28.
[Figure] Fig. 592. Cave 29.H. 29.
[Figure] Fig. 592b. no captionno caption
[Figure] Fig. 593. Cave 30.H. 30.

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doi: 10.20676/00000191
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OCR Text

Seitenwand B. 1 predigender Buddha: Amitābha in Sukhāvatī; 2, 3 große Bodhi-
sattvas auf Lotusthronen sitzend, 2 mit Amitābha in der Krone: Avalokiteśvara, 3 mit Stūpa
in der Krone: Mahāsthāmaprāpta; 4 de; 5,6 zwei Arhats mit Flammen hinter den Schultern;
7—12 Parivāra von sechs Bodhisattvas; unter 1 eine hohe Terrasse; 13, 14 predigende Buddhas
mit Parivāra; 15 Teich mit Schwänen, Kinnaris usw.; 16 graziöse, stehende Gewandfigur (wer?),
umgeben von sechs Bodhisattvas; zwischen den Geländern der Terrasse ist Wasser gemalt,
darin Lotusse, aus denen Kinder kommen, auf den Geländern klettern Kinder herum. Unter 2, 3
nach unten strebende Glückswolken.

Höhle 28 ist die letzte Höhle der großen S-Terrasse, welche nach N orientiert ist. Hier beginnt nun
die Ecke des Berges, welche durch Unterwasungen des Flusses am meisten gelitten hat und noch fort-
während leidet. Geht man von H. 28 auf die Ecke zu, so trifft man zunächst auf eine große Mauer, welche
ursprünglich die Terrasse abgeschlossen hat, ähnlich wie die Mauern zw. Anl. 5 und 6, 7 und 8 der N-Terrasse.
Vor der Bergecke selbst waren Vorbauten, die wohl auch dazu dienten, die Ecke zu schützen. Sie sind jetzt
so ruinös, daß sich über ihre Anlage nicht mehr als das sagen läßt, daß sie aus einem unteren massiven Bau
und besonderen oberen Bauten bestanden hat. Diese obere Anlage scheint einen Hof gebildet zu haben, da
die Bergecke zurückliegt. Die Wände dieses Hofes sind bemalt gewesen. Ganz deutlich sind Gemäldereste an
der abgeschrägten Wand zu sehen, welche hinter der oben erwähnten Terrassenmauer erhalten sind. Um
diesen Hof herum liegen vier Höhlen, eine große nach der Ecke orientierte (29), zwei kleine mit dem Ausgang
nach N (30, 31) und eine kleine, deren Ausgang der großen H. 29 gegenüber liegt (32). Zwischen H. 31 und
32 geht ein roh gehauener Gang durch den Berg nach der vorliegenden Außenseite und mündet ziemlich un-
mittelbar vor H. 34. Vgl. Plan S. 224.

Höhle 29.

Der ziemlich ungleich angelegte Eingang dieser Höhle, Fig. 592 muß über der Tür besonders schön
verziert gewesen sein, denn aus den zerstörten Resten geht deutlich hervor, daß nicht bloß Bemalung, sondern
auch plastischer Schmuck vorhanden war. Die Höhle hat auf der Rückw. kein plastisches Kultbild gehabt,
aber in einem Abstand von 1,23 m vor der Rückw. und von 99 cm von den Seitenw. steht noch der Rest eines
quadratischen Sockels für eine Kultfigur, deren früheres Vorhandensein auch durch einen im Sockel steckenden
Diebel bezeugt ist. Dieser Sockel, Fig. 592b, ist noch über 90 cm hoch, sein Mittelkörper mißt ohne die oben

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