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0297 Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1
シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂 : vol.1
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 / 297 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000191
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OCR読み取り結果

Rückw. reliefartig aufliegt. Sie hat die Form eines Lotusblumenblattes. In den Ecken R. u. L. davon waren
stehende Götter- oder Bodhisattvafiguren. Auf d. Rückw. waren zwischen die Figuren gemalt, bei 1 und 2
je ein Buddha, welcher von zwei Devatās geleitet wird, oben über dem Hauptbuddha bei 3. 4 je ein heran-
fliegendes Knäbchen, im Hintergrund dahinter sieht man Tempel, vorn sieht man eine Holzterrasse, davor
Wasser mit Lotussen darin. Auf den Geländern klettern Kinder herum. Die Rückwand stellt also Amitābhas
Paradies vor.

Die Seitenw. sind sehr beschädigt, doch ist das Folgende erkennbar. Auf Seitenw. a scheint Padmapāṇi
dargestellt gewesen zu sein, R. u. L. davon war ein Streifen von kleineren Bildern, 24 cm breit, 18 cm hoch.
Unter dem Padmapāṇifigur sind die folgenden Figuren leidlich erhalten:
2 1 3 × ×
7 6 5 4 8 9 1 eine Frau mit erhobenen Armen, welche den Lotus, auf welchem der vermutete
Padmapāṇi stand, hochhält, 2—6 Männer mit gefalteten Händen stehend, 8 ?, 7, 9 lamaistische
Götter: 7 Vajr.-pāṇi von blauer Farbe, in Kampfesstellung, 9 Acala, ebenso, von roter Farbe.

Auf Seitenw. A ist nur ein Streifen erhalten: Kinder, welche aus Lotussen im Wasser auftauchen,
Geländer usw.; es war also auch hier ein Amitābhabild. Das unterste, innere Seitenbild — denn auf dieser
W. waren kleine Seitenbilder, wie auf Seitenw. a — stellte einen Lama dar, vor dem ein Kind steht.

Von den Türw. ist nur eine erhalten (c), sie ist bemalt mit sechs in Reihen gehender Stifterfiguren (Männer).
Das Gewölbe ist zerstört, von seiner Dekoration nichts erhalten, im Zenit war es 2 m hoch.

Höhle 34.

Diese Höhle ist eine der wenigen Anlagen des Tempelsystems Bäzäklik, welche den aus der Umgebung
von Kuča bekannten Typus des Pfeilers mit Umgang repräsentiert. Nur ist die Cella, ein querliegendes Tonnen-
gewölbe, sehr wenig tief, desto tiefer aber die Seiten des Pfeilers der Rückw., Fig. 597, S. 290. Die Höhle
hat eine einfache, wenig interessante Bemalung. Sie ist, obwohl geborsten und baufällig, noch ziemlich gut
erhalten, was die Gemälde betrifft; das Kultbild, ursprünglich ein sitzender Buddha, ist zerstört.

Die Buddhafigur war, wie die auf der Rückw. erhaltenen Reste beweisen, 2 m hoch. Ihr oberer Teil
ist völlig vernichtet, die Vesica war ein aus »Clay« modelliertes Lotusblumenblatt.

Der Sockel der Figur, Fig. 597 b, ist noch über 60 cm hoch, hat also die oberen Gesimse eingebüßt. Seine
zurücktretenden Felder sind mit figürlichen Darstellungen bemalt gewesen. Auf dem Mittelfeld der Vorder-
seite waren die folgenden Figuren
5 4 3 2 1 6 7 8 9
1 ein Rad, dies bestimmte die Buddhafigur als die berühmte Predigt von Benares haltend; 2 eine Gottheit mit
rauchendem Räucherbecken; 3 4 7 8 vier Mönche mit verschieden geformten Flammen hinter den Schultern, vgl. H. 8;
6 Vajrapāṇi; 5.9 Stifterbilder; 9 eine Dame mit uighurischer Inschrift.

Seitenw. E drei stehende Stifterdamen mit uighurischen Inschriften in der Ecke vor der Rückw. zwei Kinder
mit zerstörten Inschriften. Der Rest ist zerstört.

Seitenw. e ein alter Mönch mit Inschrift, darunter ein junger Mönch.

Türw., Cella, Gewölbe neben der Rückwand und der hintere verbindende Gang sind überall mit Streifen
von Buddhafiguren bemalt, alle sitzen in Stūpas, welche mit Hti und Triśūlemblem bekrönt sind, zu deren
Seiten Wimpel wehen. Diese Figuren stoßen auf der Decke der 2,60 m hohen Gänge mit den Triśūlemblemen
zusammen. Jede Wand enthält fünf Reihen, jede Buddhadarstellung ist 46 cm hoch, 29 cm breit. Jedes
Bild hat eine Inschrifttafel mit bald chinesischen, bald uighurischen Inschriften, die meist zerkratzt sind.
(Auf einem ders. na-mo P'u-ssě-wei-fo na-mo Prof. Franke.) Die uighurischen waren zahlreicher.

Auf Türw. a sind je drei Buddhas in der Reihe, auf A sind sie vernichtet, auf Langw. b sind dreizehn
in der Reihe, auf B nur zwölf, auf b′ und B′ je nur vier, auf C sind zwölf Buddhas, auf C′ in der ob. Reihe sechs,
in den unteren Reihen je vier.

Unter diesen Buddhabildnern läuft ein 50 cm hoher Sockel herum, Fig. 598, der aus zwei Ornament-
streifen und dem Mauermuster (»liegend geschindeltem« Ornament) besteht.

Bemalung und Ausstattung der Höhle ist dem jüngsten der Cella und den inneren Gängen von
H. 8 so nahe verwandt, daß man dieselbe Hand zu sehen meint, obgleich die Ausstattung hier bescheidener ist.

Die folgende Gruppe der drei Höhlen 35, 36, 37 scheint ein System gebildet zu haben, von denen
36 die Hauptanlage gewesen sein mag.

Höhle 35.

Diese kleine, zierlich ausgestattete Höhle, Fig. 599, S. 290, bietet manches Eigenartige, sowohl in ihrer Anlage,
als in den dargestellten Szenen. Sie ist fast quadratisch, ihre Türlaibung sehr tief. Sie hat drei Kultfiguren
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