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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0326 |
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 |
| シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂 : vol.1 |
引用情報
OCR読み取り結果
Ecken und zweimal auf den Seitenw. Cintāmaṇis usw., mit Flammen (Strahlen) umgeben, erhalten. Sonst
ist überall nur weiße Tünche.
Die Gewölbe B 1—3 sind völlig schmucklos, sie sind nicht alle gleich groß, ihr Gewölbe, 2,50 m hoch.
Ganz eigenartig und im Vergleich mit d. gegenüberst. Asketenhöhlenanl. interessant ist das kleine Gewölbe B 4.
Diese Kammer ist etwa 2,50 m hoch. Die Hälfte der Höhe nimmt das Gewölbe selbst ein. Sie ist mit
Schlamm gefüllt, so daß das untere Drittel ganz bedeckt ist. Die Beseitigung dieses in Schichten liegenden
harten Schlamms ist schwierig und nutzlos, da die von der getrockneten Masse bedeckten Temperabilder
der Wände durch das Wegräumen mitverloren gehen. Der Raum ist durch eine quer eingeführte Türwand
in zwei ungleiche Teile geteilt: die hintere, weniger tiefe Cella ist bloß weiß getüncht.
Die Gemälde der vorderen Hälfte sind die folgenden.
Auf der Rückwand über der niedrigen Tür ist ein Mittelfeld gemalt, welches in folgender Weise abgeteilt ist.
Es besteht aus mindestens 8 (9?) Reihen kleiner Felder, von denen, wie es scheint, sieben in der Reihe stehen. Alle sind
innen und außen von schmalen Bahnen, welche Wasserläufe darstellen, umgeben, jedes solche Feld ist mit einer Rasen-
bahn begrenzt und enthält in der Mitte einen Baum mit zwei großen Blumen, aus denen je eine menschliche Figur mit
gefalteten Händen hervorsteht. Unter jedem Baume steht zur R. und zur L. je eine Lotusblume, in welcher eine betende,
menschliche Figur erscheint. Bei allem Fremdartigen ist das Bild doch als Darstellung von Sukhāvatī aufzufassen.
L. v. Mittelfeld sitzt ein Arhat meditierend unter einem Baum. Den Baum umringelt, wie eine Schlange, ein
langer Wasserstreifen. Von oben herab fliegt eine Gottheit mit einem Teller in d. L. und einem Stab in d. R. auf den Arhat
zu. R. v. Mittelfeld sitzt ein meditierender Mönch auf einem Stuhl unter einem Baum. Eine Gottheit fliegt herab mit
einem Teller in d. L., einem Stab in d. R. Über der Gruppe sieht man ein Gebäude mit einem Zeltaufsatz darüber und
einer in Stufen ansteigenden Eckzinne. Über dieser Zinne erhebt sich ein unverhältnismäßig großer Mönch, der mit
einem Klöppel auf eine blaue Glocke schlägt, welche im Hintergrund an einem Gestell hängt (Fig. 639). Die Darstellung
erinnert etwas an die Bilder des Gewölbes der Anl. 7 des Tempels Bāzāklik, vgl. ob. S. 252.
Bilder auf der Seitenwand L. v. Eing. Erhalten sind drei Reihen Asketen¹). In der obersten Reihe sind sechs Felder
sichtbar; rechnet man von d. Rückw. an, so ist 1 zerstört, 2 stellt einen meditierenden Mönch vor, welcher auf zwei Enten
sitzend fliegt. Er hält einen Lotus in der R., auf welchem ein Cintāmaṇi liegt, 3 ist wie 2 abgebildet, nur sitzt der Mönch
auf einem Adler, 4 ist wie 2, ohne Lotus, nur sitzt er auf einem Garuḍa, 5 sitzt mit Wasser und Feuerstreifen hinter den
Extremitäten, welche seine übernatürliche Macht über diese Elemente darstellen sollen, auf zwei Hippokampen (Fig. 640),
6 ist wie 4 abgebildet, er hat aber einen Lotus in der R., worauf ein Cintāmaṇi liegt. Das Tier, worauf er reitet, ist un-
bestimmbar, 7 ist wie 6. Rest zerstört. Bei 3, 4 ist hinter der L. Schulter und dem R. Knie Wasser, hinter der R. Schulter
und dem L. Knie Feuer, bei 5 umgekehrt.
2. Reihe: 1 zerstört; 2 ein meditierender Mönch, in ein Tuch gehüllt, hinter der R. Schulter und dem L. Knie
Feuer, hinter der L. Schulter, dem R. Knie Wasser; 3 meditierende Mönch, Wasser und Feuer umgekehrt verteilt,
vgl. 1 2; 4²) wie 3. Rest zerstört.
3. Reihe: 1 zerstört; 2 meditierender Mönch, welcher auf einem Stuhl sitzt, über der L. Schulter sieht man Wasser,
ein Dämon flieht vor ihm. Die Inschrift, welche daneben stand, ist ausgeschnitten; 3 meditierender Mönch in blauer
Robe, hinter der L. Schulter Feuer, L. Knie Wasser, vor ihm liegt eine nackte, weibliche Leiche, welche von einem Raben
in den Arm gepickt wird. Die Inschrift ist herausgeschnitten; 4 meditierender Mönch, daneben der Rest einer chine-
sischen Inschrift ³). Über dem ganzen Feld (allen drei Reihen) zwei (ursprünglich drei?) herabfliegende Götter und
herabfallende Blumen. Erhalten sind noch Inschriftenreste der 5. 4) und 6. Mönchfigur 5).
Seitenwand R. vom Eingang. Auch hier sind drei Reihen erhalten, und über dem Ganzen sieht man drei Götter
herabfliegen und Blumen herabfallen. Über Feld 9 der ersten Reihe — die Felder v. d. Rückw. an gerechnet — sieht
man die Sonne mit Planetenring abgebildet.
Obere Reihe: 1 meditierender Mönch, welcher auf einem Stühlchen durch die Luft fliegt, hinter ihm steht ein Berg,
vor ihm ein Teich und ein Baum dahinter; 2 meditierender Mönch, auf hohem Stuhl sitzend, vor ihm ein Baum,
Rest unklar; 3 meditierender Mönch, welcher auf einem weißen Zebu durch die Luft reitet; 4 ein ebensolcher Mönch
auf einem Schlangenthron sitzend. Auf dem Boden liegt ein langes Cintāmaṇi, davor sieht man die Schweife von
Nāgas, R. u. L. davon drei Ringe des Schlangenkörpers, welche wie eine Lehne geformt sind, vier Köpfe R. u. L. bilden
die Ecken der Lehne; 5 meditierender Mönch in einer Berghöhle mit neun Gipfeln, auf einem kleinen Stühlchen sitzend,
schwebend; 6 meditierender Mönch auf einem Thron, welcher aus je drei, nach beiden Seiten sich wendenden Löwen
besteht; 7 meditierender Mönch auf Lotus und mit diesem auf einem Thron sitzend, umgeben von Bergzacken; 8
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