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0029 Die Buddhistische Spätantike in Mittelasien : vol.5
中央アジアの仏教古代後期 : vol.5
Die Buddhistische Spätantike in Mittelasien : vol.5 / 29 ページ(白黒高解像度画像)

キャプション

[Figure] 寺院1 (扉壁の描写は不正確) グリュンヴェーデルによるTEMPEL No. 1 (Die Türwände sind unrichtig gezeichnet!) Nach Grünwedel.

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doi: 10.20676/00000040
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OCR読み取り結果

6. tngrim quti ning almïš vrzar idkühä bayly bolmïš körpät (?) vošïn (?) savïy birlä
7. tälig (?) tigin körki
8. kükiä (?) körki
9. silir ||| körki

Auf der l. Seite der Stifterin folgt eine Reihe von 9 knieend dargestellten Personen in anbetender Stellung; es sind 6 Mönche
und 3 junge Männer in der gewöhnlichen Tracht der Vornehmen.

Wir werden es hier mit Familienmitgliedern zu tun haben, die entweder Söhne der Stifterin, oder ihre Bruder- und
Schwestersöhne sind. Die Namenstafeln sind so gestellt, daß nicht genau festzustellen ist, welcher Person eine jede zuzuteilen ist.

Wir beginnen mit der Kartusche an der l. Schulter des größeren (älteren) Mönches (unten Nr. 1) und lassen die anderen
folgen unter den Nummern 2—7. Es fehlen mithin zwei Namenstafeln.

Aufschriften auf den Namenstafeln der männlichen Familienglieder der Stifterin (auf deren l. Seite).

1. citung (?) tutung (?) nomčï... körki bu ärür
2. .... tusu (?) körki bu ärür.
3. Unleserlich
4. kičik lär......
5. nomčï bilgä .. tutung körki
(darüber: kitsunč (?) tu)
6. ... turmiš ïnal
7. ... itmiš ïnal

TAFEL 23
Gruppe von Devatā

Kat. No. IB 8492. * Größe: 1,04 m hoch, 1,6— m breit. * Fundort: Bäzäklik. * Alter: 9.—10. Jhdt. (?).

Der nördlichste Tempel der Hauptanlage von Bäzäklik (Nr. 1 des Grünwedel'schen Planes) enthielt oberhalb der Nische
(l. v. Eintretenden) der hinteren Korridorwand die hier wiedergegebene Gruppe von Devatā- oder viel-
leicht richtiger Bodhisattva-Figuren (vergl. Kulst, S. 231).

Von der Gruppe sind 6 Figuren erhalten, die auf ihren Lotusthronen sitzend, außer der dritten Figur
von L., sich zu ihrer L. wenden.

Die erste, vierte und fünfte Figur (die sechste ist z.T. zerstört) sind in anbetender Stellung gemalt,
die zweite bringt eine Blume dar, während die dritte, nach ihrer R. gewendet, die r. Hand lehrend
erhebt; ihre l. Hand ist um das l. Knie gelegt.

Alle sechs Figuren tragen indische Göttertracht in Rot und in Grün. Einige tragen die üblichen
weißen Kopftücher hinten an den Kronen (1, 2, 5, 6) eine (3) trägt statt dessen 2 flatternde weiße
Bänder; Figur 4 dagegen trägt das volle, braune Haar in ungewöhnlicher Weise hergerichtet, farbige
Metall(?)scheibchen scheinen eingeflochten zu sein.

Alle tragen „indischen" Schmuck, aber nur Figur 3 trägt die großen scheibenförmigen Ohrpflöcke — alle anderen haben den
Ohrschmuck abgelegt, so daß die einstellten Ohrläppchen lang herabhängen. Figur 2 und Fig. 4 haben kastanienbraunes,
alle anderen schwarzes Haupthaar.

Die Gesichter sind nicht schablonenmäßig gemalt, man ist vielmehr bemüht gewesen, sie voneinander zu scheiden und es ist
hervorzuheben, daß die Differenzierung der Gesichter, besonders bei den Stifterbildern, erst unter der türkischen Herrschaft
einsetzt. Früher malten die Einwohner des Landes (Tocharer) einfach eine Reihe von Köpfen mit derselben Pause und schrieben
dann dazu „dies ist N. N.". Erst die Türken haben die eigentliche Porträtierkunst eingeführt.

Die Abwandelung zur chinesischen Malweise ist hier, wie bei den meisten jüngeren Bildern dieser Siedelung, vollzogen.

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