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| 0053 |
Altertümer aus dem Tale des Talas in Turkestan : vol.1 |
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An der nördlichen Wand des Grabes begann in einer Entfernung von 0,25 m von
seiner Ecke im NW eine halbkreisförmige, bauchige Höhlung von 0,8 m Länge von
O nach W, von 0,4 m Breite und 0,5 m Höhe, deren Boden in gleicher Höhe mit dem
Boden des Grabes lag. (Vgl. Taf. XVI: Grabhügel 27, E).
Im Erdlager der Grabkammer und in dem der zugehörigen Vertiefung wurden
zerstreute Skelettteile zweier Menschen angetroffen; das eine Skelett gehörte einem er-
wachsenen Menschen, das andere einem Kinde. Die aus ihrer Lage gerückten Skelette
bezeugen, dass das Grab nach der Beisetzung der Leiche einer Plünderung ausgesetzt
gewesen ist. Offenbar hatte anfänglich der erwachsene Mensch auf dem Boden der recht-
eckigen Grabkammer gelegen, während das Kind seinen Platz auf dem Boden der
Vertiefung gehabt hatte.
Im Erdlager der Grabkammer zerstreut wurden folgende Funde gemacht:
3745: 13. Bruchstück eines dünnen Goldblättchenbelages.
„ 14. Ein von Rost beschädigtes, fragmentarisches Eisenmesser. (Taf. XVI, Fig. 5).
GRABHÜGEL 25.
Der sphärisch-segmentförmige Grabhügel hatte einen 11 m langen Durchmesser
und erhob sich in der Mitte 1,2 m über die gewachsene Erdoberfläche.
Zuerst wurde ein Kanal von 2 m Breite durch die Mitte des Grabhügels gegra-
ben. Der Kanal, dessen Ausgrabung an der Basisperipherie im N anfing, wurde von
seiner Mündung aus gerechnet 7,0 m lang genommen. In der Mitte des Grabhügels
wurde auf dessen Boden und auf dem des Kanals ein rechteckiger, mit lockrerer Erde
ausgefüllter Raum angetroffen. Die Längsrichtung des Raumes von O nach W mass
2,3 m, die Breite betrug 1 m, und der Boden lag 1,1 m unter der gewachsenen Erde.
In der aus der Vertiefung — die die Grabkammer bildete — aufgeworfenen Erde zer-
streut, wurden die Skelettteile eines Menschen angetroffen; der Schädel war nicht zu
finden. Daraus geht hervor, dass das Grab nach der Beisetzung der Leiche geplündert
worden war. Nach zwei Schenkelknochen zu urteilen, deren Lage ungestört zu sein
schien, wird die Leiche ursprünglich mit dem Kopf gegen W auf dem Boden der Grab-
kammer ausgestreckt gelegen haben.
In der Grabkammer wurden folgende Funde gemacht:
3745: 15. Drei Tontöpfe, zwei grössere mit rundem, bauchigem Boden, der von dem
bauchigen Körper durch eine sehr stumpfe Kante getrennt ist, und ein klei-
nerer (Taf. XVI, Fig. 6—7); alle drei lagen in aufrechter Stellung in der NO-
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