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0242 Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1
シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂 : vol.1
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 / 242 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000191
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OCR読み取り結果

Seitenw. R. vom Eingang: A. Vor der Wand ein Sockel, wie vor d. gegenüberst. W. Welche Figur auf dem
Sockel gesessen hat, läßt sich nicht ausmachen (Maitreya?). Um die Figur herum waren zehn Reihen Bodhi-
sattvas gemalt, alle mit verschiedenen Coiffüren und Kronen, die vorderste Reihe auf dem Boden hockend. Die
Köpfe der leider sehr zerstörten Figuren waren sehr schön, Kronen und Schmuck in Relief aufgelegt und einst
reich vergoldet.

Bemalung der Kuppel. Die Bemalung der inne-
ren Kuppel zerfällt in drei etwa gleich große Haupt-
streifen welche jedesmal of einem weißen Streifen
unten abschließen, der eine chinesische Inschrift trug
(vgl. Fig. 503 b S. 233).

I. Den Schluß der Kuppel bildete ein Kreis,
dessen Zentrum jetzt ein Loch in der Decke ist: ur-
sprünglich war hier, der Rückwand zugewendet, ein
predigender Buddha abgebildet, welcher auf einem
sehr breit ausschreitenden Löwen sitzt. Der Löwe
hat einen blauen Kopf und trägt quer im Rachen einen Donnerkeil.
Darunter läuft um die Kuppel der erste Inschriftstreifen (in welchem eine ganze Reihe
Zeichen zerstört sind; erhalten sind einzelne Worte: Erste Stufe . . . Dharma . . . . zweite her-
vorgehen hohes Alter, Śūnyatā . . . Lokapāra(mitā) Vajrapāra (mi-tā?) . . . . hervorgehen
Śūnyatā . . . . Dharmaloka . . . . Āyatanaloka . . . . Ratnapārami(tā) . . . hervorgehen Śūnyatā
[Prof. Franke]).

II. Der zweite Streifen bildet die kleinere, obere Hälfte der unteren Kuppel. Da, wo die Kuppel durch
Vorsatzblätter (den Vorstufen der Stalaktiten) auf den Ecken des Unterbaus aufsitzt —
im Schema mit 1, 2, 3, 4 bezeichnet — ist je eine Gottheit en face abgebildet, und zwar die
folgenden: 1 ein gepanzerter Gott, welcher die Hände mit eingezogenen Daumen an die Hüfte
hält. (Daneben die chinesische Inschrift Bodhisattva Mahāsattva, von oben nach unten ge-
schrieben [Fr.]), 2 hält mit beiden Händen eine Krone vor die Brust, 3 zerstört, 4 ebenfalls ein gepanzerter
Gott, dessen Attribute unklar sind. Es handelt sich offenbar um die vier Lokapālas.
In den Zwischenräumen bei A, B, C, D ist jedesmal die sitzende Figur eines auf einem Lotus thronenden
Bodhis. 1 Bodhis. 3 Buddha dargestellt, umgeben von vier Bodhisattvas. Nur die Gruppe D ist durch Zer-
Buddha störung der Türwand nahezu vernichtet. Der Buddha im Schema A hielt die R. Hand nach
Bodhis. 2 Bodhis. 4 unten. Die obenstehenden Bodhisattvas hatten alle nur eine chinesischen Inschrift-
streifen, die unteren (2, 4) aber zwei: einen vor der Brust, einen zwischen den Knien. (Im Felde C ist bei
3 die Inschrift t'sieh tschu P'u-sa »allen Bodhisattvas«, bei 4 na(n)-mo yi ts'ieh »Verehrung allen«.
Prof. Franke.)
Es folgte hier wieder ein Streifen mit einer chinesischen Inschrift (von der nur sicher ist, daß sie e'n:
Dhāraṇī immer wiederholt: Vajra-Natur einheitlich . . . . aus Vaj:anatur entstehen Körper usw.

III a. Die obere Hälfte des dritten Streifens zerfällt in 24 kleinere Felder, von denen vier über der Tür
verloren sind: es sind abwechselnd Tantragötter und rituelle Embleme abgebildet:
1 ein gepanzerter Gott mit zwei blaugemalten dämonischen Begleitern 2, 3, alle en face sitzend;
4, 5 Vajras auf Lotussen stehend; 6 eine Gottheit (śānta) mit Schale (Inschrift Bodhisattva Mahāsattva
hierzu?); 7 eine Gottheit mit Lotus; 8, 9 Blumenvasen; 10, 12, 14 und 11, 13, 15 wieder je ein gepanzerter
Gott mit je zwei dämonischen Begleitern; 16, 17 zwei aufrechtstehende Vajras, 18, 19 zwei Gottheiten
(śānta), leider sind hier die Attribute verloren; 20 eine Blumenvase. Es ist mit Sicherheit anzunehmen,
daß die fehlenden Figuren 22, 23, 24 identisch waren mit 1, 2, 3 und daß 21 wieder ein Emblem (Blumen-
vase) war.
Es folgt hier wieder ein Streifen mit einer chinesischen Inschrift (welche sehr zerstört ist, vorkommen
die Worte tathāgata . . . cakra . . . . vajratathāgata . . . nidāna).

III b. Die untere Hälfte des dritten Streifens zerfällt wieder in zwei schmalere Streifen, nur über dem
Buddhabild ist ein 56 cm breiter Streifen gemeinsam, ihn füllt eine sechshändige Gottheit voll aus, wahrschein-
lich war es eine Darstellung des Padmapāṇi; R. u. L. von ihm steht ein Bodhisattva im unteren Streifen und je
eine Vase darüber im oberen, den Zwickel zwischen diesen Figuren und Padmapāṇi füllte je eine opferbringende
Devatā aus. Im oberen Streifen L. v. Padmapāṇi (und der Vase) folgen drei Götter (śānta) langbekleidet,
dann eine über das doppelte Maß dieser Götter gestreckter böser Gott und noch sechs langbekleidete Gottheiten