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0043 Chotscho : vol.1
Chotscho : vol.1
Chotscho : vol.1 / Page 43 (Color Image)

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FRAGMENTE VON SEIDENSTICKEREIEN AUS DEM
MANICHÄER-BAU „K", CHOTSCHO.

NATÜRLICHE GRÖSSE.

a. b. c. Fragmente einer größeren Seidenstickerei. (Drachen und Lotusblume.) Fundort: der Gang neben der ,Biblialhek, Ruine .K, Choucho.

  1. Fragment einer größeren Seidensiickerel. (Hahn.)

Funden: Ebenda.

  1. Fragment einer gräBeren Seidenstickerei.

Dieses Fragment ist eins der schönsten, die wir überhaupt gefunden, es Ist deshalb ungemein wichtig, weil es mit Sicherheit als persomunlebtliseMn Ursprungs bezeichnet .erden kann'. Auch Mr die übrigen Darstellungen dieser Tafel, besonders auch für die Drachenbilder, vermuten wir dense.. Ursprung, können aber beute den Beweis dafür noch nicht erbringen.

Die Stickerei stellt in ihrem oberen Teil tine menuhalscbe Gonheü mü zwo Beglenfigurendar. Die Göttin steht. die Linke vuld. Hüfte gestüuy auf einem prächtigen Lotuthron; sie halt einen Gegenstand in der rechten Hand, der vielleicht als Lotusblume, Helleicht als Votiv-Stüpa oder Reliquiar, vielleicht aber auch As Riuchetgefä6 zu betrachten in. Die Erhaltung der Stickerei I'äßt !eitler eine genauere Bestimmung der Einzelheiten nicht zu. Die Kleidung besteht anscheinend aus einem langärmeligen gelben Gewande rur den Oberkörper und ei weiberrockaHgen Kleidungsnöck Sir den Unterkörper. Letzteres wer orangerer;1ePerlenketten (?) mögen den Leib als Gum umfaßt haben; sic scheinen in der Mine in doppelter Reihe herabzufallen und unterhalb der Knie in Ic ein mutigen Gehänge ach reche und links das Kleid zu umfassen. Allerdings können adime ,Perlenheueuch In den Stoffgewebte oder

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i . Der Hals wird von einem breunliehen Kleiden ück (?),

(via echt Teilemdernüppigen    n, die vom Haupte herunterfallen), umgeben;

die   wellten in derselben Farbe dargestellten Wien, die die Gestalt der Gönn
umwallen, sind als zu demselben Kleidungsstück (resp. Haartracht) gehörig, an

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zusehen. Der Kopf tat mit ein   perlenumsäumten Nimbus umgeben, dessen Hinter-

grund mit verschiedenfarbigen Redielstreilen geNlh in; ein bläuliches, halbmondäbnllches Ornament erscheint ob der mit vielen kleinen Löckchen verzierten Stir.

Rechts von der Gottheit stehen die Gestalten zweier Elezdae im vollen rituellen Ornat; unterihnen erscheint ein großer Lntunbron der in buddhlsSschen Darstellungen üblichen Form.

DA plue Gruppe awar von Blute   n cri umgeben: diem Orn ntik is

m oberen Tell des gestickten Bildes bis   eisen kleinen oberhalb des Nietbus der
Gbnln erhaltenen Rest session und mag don einen anderen Charakter getragen haben:

De die Sarin tarklach is, hum als ==hteoJ nrbumen g mm»warden, e   g= Emnm »permde d» Eede d»

er untere Tell Ist mit einer Naht an dem Gruppenbild befestigt und blldm dessen Abschlug nach unten. Er butch, aus gestickten blauen, mit aufgenähten, früher vergoldeten schmalen Papierstreifen venienen Blumen, von denen nach unten zwei halbunebne genlekte Zellen ulgurlscher SehrlR herabhängen. Rene des aufgenähten vergoldeten Papieras linden sieh auf den Gestalten der Gruppe.

Fundort: Blends.

  1. Fragment einer Seidenstickerei (Blume.)

Fundon: Ebenda.

Herr Professor von FALKE haue die Liebenswördigkeik diese Suekereienzu untermchen;seine Beobachtungen folgen hier.

ebe..Zwei Drachen nebst Lotusblüte, ursprünglich vielleicht Gewandbesätze, auf einemolockeren briunlichen Grundstoff in Tafibindung (der fase ganz verloren ist)aus. ,gefilhrt in Plattstichsnekerei aus mehrfarbiger Seide.•

,Der Planstich, Ae eigentliche Nadelmalerei im engeren Sinn, in die der os»sla.tischen, auf naturellnlsche Wirkungen ausgehenden Kunst die angemessenste Stickee mk. Sie ist nur hier — durch die vorliegenden Testteere, Fragmente schon Im ,Mittelalter nachweisbar und weiterhin mit größter Virtuosiret geübt worden. Auch an ,diesen Stücken, namentlich der Lotusblüte, iss die Absicht erkennbar, durch dle Rieb,ung des Plausuchs die Modellierung der BlüHnblitter zu verstärken, den Saldenglanz .rnäglichst auszunnzcn. Ebenso ist die auf hellem Seidenraps gestickte Blöte (B wegen ,der höchst geschickten Handhabung der Nadelmalerei zu beachten.•

.Bei dem grollen, aus einer figürlichen Darstellung manichäischen Inhalts, aus .Lotusblüten und Inschriften bestehenden Bruchstück (e) sind nach Bedarf und nosh ZweckmäßigkeitverschiedcneTeehnikenderSeidenstickereiangewandt.Dia Gewänder .der Figuren und die Blätter der Lotusblüten, die Glanz und Farbe des Seidenfadens .zurGeltungbnngensolhen,sind aleNadelmelereiin Platunchausgerühn. Die Gesichter .und Hände der Figuren Aasgen und die Inschriften, wo es weniger auf schlllemden ,Glanz als au! Deutlichkeit und feste Zeichnung ankam, wurden in Fleckt- oder Zopf-stichgearbeitet. Die VersürkungderDamellungendurch Hervorhebender Raumlinien

aufgenähten, einseitig vergoldeten Pergament- oder Ledersueilchen Ist au! den .Gewändern zumeist abgerieben, bei den Lotusblüten dagegen noch im wesendieben ,erhalten. A neuerer Zelt scheint die Verwendung des Riemengoldes In der Stickesel nicht mehr gebräuchlich; w s sind nachminelalterliche Stickereien mit solchen ,Plattgoldfäden aus Leder nicht bekennu•

.A,, Hahn (Abb. d) Ist auf derselben geköpenen weißen Crundseide in Plattstich.stickerei mit Riemengold gearbeitet, wie das vorangehende Stück.•

6.