National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0225 |
Alt-Kutscha : vol.1 |
| Ancient Kucha : vol.1 |
Captions
| [Figure] Fig. 87. |
Ming-Öi in Qyzyl, Ajâtaśatru cave, 2. construction = cave I of 2. construction.Ming-Öi bei Qyzyl, Ajâtaśatruhöhle, 2. Anl. = Höhle I der 2. Anl.
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| [Figure] Fig. 77. |
Edging ornament, which is in red color of the second style, in the later very diverse.Bortenornament, welches in der zweiten Stilart häufig in roter Farbe auftritt und in den späteren Stilarten viel variiert wird.
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Citation Information
OCR Text
II,74
übrigen drei Bilder genügen aber, um ver-
sichern zu können, daß das dort Dargestellte
überall dasselbe war. Es handelt sich offenbar
um eine Opfer- oder Zauberzeremonie. Ein
quadratischer Raum, in einem Falle mit einem
bunt gemusterten Teppiche belegt, zeigt die
Spuren von Opfern: abgehauene Tierköpfe,
Opferschalen, vielleicht mit dem Blut der Opfer
gefüllt, dazwischen sind Pfeile und Schwerter
II,74
hier wieder eine Folgeszene vor uns. Zu dieser
Figur gehört die oben erwähnte, später hin-
gekritzelte Brāhmī-Inschrift, welche den Namen
des Königs Ajātaśatru enthält. Vor ihm steht
aufrecht, ihm zugewendet, der oben erwähnte
junge Brāhmaṇa, welcher eine große Bildrolle
vor dem erschreckten Fürsten entfaltet und vor
sich hinhält, so daß sie fast seinen ganzen
Körper bedeckt. Die Figuren, welche die
in den Boden gestoßen. Auf dem Teppiche
oder dem quadratischen Felde steht eine
Anzahl großer Krüge, gefüllt mit Flüssigkeit,
welche durch Wellen deutlich zum Ausdruck
gebracht ist. In dem vordersten dieser großen
Krüge steht ein Mann, einmal ganz mit Binden
umwickelt, und hebt erschreckt die Arme in
die Höhe. Sein Kopfschmuck, welcher ganz
gleich ist dem, welchen der König der ersten
Szene trägt, zeigt uns, daß wir dieselbe Person
in ihm erkennen müssen: wir haben also auch
Rolle enthielt, sind in allen bis auf einen Fall
erloschen, doch war überall noch soviel zu
erkennen, daß die Bilder, vier Szenen, mit
dem einzig wohlerhaltenen Bilde identisch
waren. Das Deckweiß, mit welchem die Rolle
grundiert war, hat nämlich die Eigentümlich-
keit, daß es da, wo es nicht übermalt ist,
leichter abbröckelt als auf den Stellen, wo
eine Zeichnung figürlicher oder ornamentaler
Art daraufgesetzt war. Ich habe Fälle beob-
achten können, in denen Ornamente noch
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