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0178 Chotscho : vol.1
Chotscho : vol.1
Chotscho : vol.1 / Page 178 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000194
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a. Fragment eines größeren Seidengewebes.
Fundort: „Manuskriptraum" des Klosters auf dem rechten Ufer, Toyoq.
b. Fragment einer größeren Seidenstickerei. (Größere Stücke dieser oder einer
durchaus ähnlichen Stickerei sind auch von der dritten Turfan-Expedition gefunden
worden).
Fundort: Gang neben der „Bibliothek", Ruine „K", Chotscho.
Herr Professor v. Falke beschreibt diese Fundstücke wie folgt:
a. „Seidenstoff mit gewebtem Muster, braun und gelb auf rotem Grund. Die Fläche
„wird durch rechtwinklig sich kreuzende, mit kleinen Rechtecken belegte Bänder ge-
„teilt. Jedes der so umrahmten Rechteckfelder enthält in der Mitte eine Rosette, in den
„Ecken vier palmettenartige Bildungen. Dieses Muster hängt mit dem vorderasiatischen

„Seidenstil, der die streng rechtwinklige Flächenteilung vermied, sicherlich nicht zu-
„sammen. Es handelt sich um eine ostasiatische Arbeit, denn in der chinesischen Seiden-
„weberei hat sich diese Flächenteilung bis zur Neuzeit erhalten."
b. „Überrest einer Seidenstickerei. Der Grundstoff ist ein ganz lockeres Baum-
„wollgewebe in sogenannter Leinenbindung; darauf war die Stickerei in dunkelroter,
„gelber und schwarzbrauner Seide so ausgeführt, daß sie auf beiden Seiten gleich er-
„schien. Heute ist die gestickte Oberfläche zum großen Teil abgerieben. Von der Dar-
„stellung ist noch der naturalistisch gezeichnete Kopf eines Rehes (oder eines Khulins,
„einer Antilope) mit roten Umrissen, schwarzen Augen und Naslöchern zu sehen; auf
„dem Fell des Tieres waren rot umgrenzte gelbe Flecken. Den Grund füllten stark ver-
„schnörkelte Palmettenbildungen buddhistischen Stils."

51.