National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0190 |
Chotscho : vol.1 |
| Chotscho : vol.1 |
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a. Männlicher Kopf dämonischen Charakters. Eine rotbemalte Helmkappe (?)
mit kurzem Stirnschutz bedeckt die Stirn und den Oberteil des Kopfes. Das Gesicht
ist mit Blattgold überzogen; die Brauen und der Schnurrbart sind schwarz aufgemalt,
schwarze Flecken am Kinn und rechts und links unter dem Ohre deuten auf dort
früher vorhandenen Bart. Die Augen, die bei den drei Köpfen dieser Serie, Nr. 1, 2
und 3, stark hervorquellen, um den zornigen Charakter dieser Dämonen zu versinn-
bildlichen, sind schwarz auf der flachen Pupille, im übrigen weiß. Sehr auffallend
ist die Art, in der das obere Lid gefaltet ist. Die Nase war augenscheinlich stumpf;
die Nasenflügel sind sehr scharf abgesetzt.
Fundort: Schunthaufen (Stūpa) vom rechten Ufer des Baches, gegenüber der
Sternbilderhöhle, Sängimer Schlucht.
Natürliche Größe: 30 cm hoch, 25 cm breit.
b. Weiblicher Kopf dämonischen Charakters. Der obere Teil des Kopfes und
der Stirn ist bedeckt mit einer eigentümlichen Kappe (?), oder mit einem etwas an das
ägyptische Kopftuch erinnernden Kopfputz. Die Farbe ist schwarz; auf dem linken
Teil der Kappe erscheint ein aufgemaltes Blümchen aus sechs weißen rundlichen
Flecken. In der Mitte auf dem höchsten Punkt der Kappe ist eine Öffnung angebracht,
durch die ein Teil des künstlich aufgebauten Haares (cf. Nr. 12) hervorragt. Ein rot
gemalter Stoß-Zipfel erhebt sich vor dem Haarschopf. Das Gesicht ist weiß; auf Stirn
und Wangen sieht man rohe, in roter Farbe gemalte Rosetten, die aus fünf oder sechs
um einen zentralen Kreis herumgesetzten Bogenlinien bestehen. Die Brauen sind
durch derbe schwarze Linien angegeben; das Auge ist schwarz, ebenso die Bemalung
der Augenränder, deren Innenseite rot bemalt ist. Mund und Kinn sind
kräftig modelliert; unterhalb des Kinns ist durch eine Linie ein Doppelkinn angedeutet.
[Der rechte Teil des Kopfputzes ist ergänzt.]
Fundort: Schunthaufen (Stūpa) vom rechten Ufer des Bachs, gegenüber der Stern-
bilderhöhle, Sängimer Schlucht.
Natürliche Größe: 41 cm hoch, 32 cm breit.
c. Weiblicher Kopf dämonischen Charakters. Der obere Teil des Kopfes und
die Stirn ist mit einer eigentümlichen Kappe bedeckt. Sie ist schwarz bemalt; hier
und da, besonders an dem die Ohren verdeckenden Teil, sind rundliche, weiße und
rote Farbenflecke aufgesetzt. Einige viereckige Stücke Blattgold erscheinen oberhalb
der Stirnmitte. Das bei Nr. 2 erhaltene Aufsatzstück ist abgebrochen. Der Kappen-
rand ist mit einer roten Linie eingefaßt. Das Gesicht ist weiß, die Wangen, das Kinn,
der Mund und die Stirn an der Nasenwurzel karminrot. Die Brauen sind durch
schwarze Linien dargestellt; schwarze Linien fassen die Ränder der Augenspalte ein.
Das vorn mit einem tiefen Grübchen versehene Kinn tritt kräftig hervor; ein Doppel-
kinn ist unterhalb des Kinns durch eine rotausgemalte versuchte Bogenlinie angedeutet.
Fundort: Schunthaufen (Stūpa) vom rechten Ufer des Bachs, gegenüber der Stern-
bilderhöhle, Sängimer Schlucht.
Natürliche Größe: 30 cm hoch, 29 cm breit.
d. Kopf eines Dämonen. Der den grotesken Kopf einrahmende Haarschmuck
war blau bemalt und nach dem Gesicht hin mit einer roten Linie abgegrenzt. Das
Gesicht war mit einer dicken Schicht weißer Farbe bezogen, die meist abgeplatzt ist.
Die hervorquellenden Augen waren schwarz umrändert; der offene Mund rot aus-
gemalt. Die Ohren sind sehr groß und laufen oben in eine sonderbare Spitze aus;
das Ohrläppchen ist durchbohrt und künstlich vergrößert.
Fundort: Tempel Nr. 7, Sängimer Schlucht.
Natürliche Größe: 24 cm hoch, 17 cm breit.
e. Kopf eines Dämonen. Obwohl diesem Kopf die üblichen dämonischen Ab-
zeichen (hervorstehende Augen, Hauer, spitze Ohren) fehlen, dürfte er doch einem
Dämon angehört haben; er scheint eine groteske Nachbildung der edleren Köpfe f,
g, i und k der Tafel 54 zu sein. Das Haar ist schwarz gemalt; der Kronenreif rot-
braun; die Schmuckscheibe grün mit rotbrauner Umrandung. Das Gesicht ist violettrot,
Schnurr- und Kinnbart, sowie die Augenbrauen hellgrün. Der seltsame, schmale, fast
bis zum Ohr reichende, tief eingekritzte Augenschlitz ist schwarz umrandet, innen aber
weiß ausgemalt. Die Nase ist platt; die Mundwinkel sind, wie die inneren Winkel der
Augen, sehr tief eingedrückt. Der sehr kleine Augapfel endlich ist schwarz.
Fundort: Tempel Nr. 7, Sängimer Schlucht.
Natürliche Größe: 21 cm hoch, 13 cm breit.
f. Kopf eines Dämonen. Das überaus groteske Gesicht wird von abstehendem
blauen Haupthaar und blauem Bart eingerahmt. Auf dem Scheitel ruht eine Schmuck-
scheibe mit grünem Zentrum. Das Gesicht ist mit einer starken Schicht weißen Stucks
überzogen und braun-rötlich bemalt. Die Brauen und in starkem Relief modelliert
und schwarz bemalt; der hervorquellende Augapfel ist weiß mit braunroter Pupille;
der Augenrand schwarze. Die Nasenwurzel trägt eine runde knopfartige Erhöhung,
unter der die scharf gebogene Nase hervortritt. Der Schnurrbart ist im Relief
modelliert und schwarz mit blauer Umrandung aufgemalt; er hat eine seltsame Form:
ein Teil erreicht fast das Auge, während ein anderer sich nach unten hinzieht. Der
Mund ist zu einem sonderbaren Grinsen verzerrt und zeigt noch Reste von scharlach-
roter Farbe.
Fundort: Tempel Nr. 7, Sängimer Schlucht.
Natürliche Größe: 24 cm hoch, 14 cm breit.
g. Kopf eines Dämonen. Das stark zerstörte Haar und der seltsame vom Kinn
nach oben und außen gekämmte Bart ist blau. Das Gesicht ist mit violetter Farbe
überzogen, auf der die Stirnfalten und die Augenränder schwarz, der Schnurrbart und
zwei Bartfleckchen auf dem Kinn grün und schwarz aufgemalt sind. Der Augapfel ist
schwarz. Der Mund ist zusammengekniffen und gespitzt; die Mundwinkel, wie auch
die Nasenlöcher, sehr tief eingedrückt.
Fundort: Tempel Nr. 7, Sängimer Schlucht.
Natürliche Größe: 19 cm hoch, 12 cm breit.
h. Figur eines Dämonen. Das stark durch Feuchtigkeit beschädigte Gesicht zeigt
hier und da Reste von blauer Farbe. Die über dem Körper sich kreuzenden zwei
Bänder waren rot bemalt, ebenso die den Schoß bedeckenden Kleiderfalten; die
Beine waren mit einem langen Gewand bekleidet. Die den Unterleib zierende
Schmuckplatte zeigt Reste von grüner Farbe; der nackte Körper scheint durchweg
blau bemalt gewesen zu sein.
Fundort: Tempel Nr. 7, Sängimer Schlucht.
Natürliche Größe: 63 cm hoch.
i. Kleiner Kopf eines Dämonen. Er zeigt die anīsa der gewöhnlichen Buddha-
köpfe, ist aber durch die gerunzelte Stirn, hervorstehenden Augen, den zornig ver-
zogenen Mund und die sonderbaren Bartspitzel genugsam als Dämon gekennzeichnet.
Fundort: Im Schutt vor Tempel 1, Bäzäklik bei Murtuq.
Natürliche Größe: 13 cm hoch, 10 cm breit.
k. Kopf eines Dämonen. Auf dem Gesicht sind nur Reste des Stucküberzuges
erhalten; der schmale, grinsend geöffnete Mund zeigt die Zähne und die aus der Zahn-
reihe nach unten hervorragenden Eckzähne.
Fundort: Tempel Nr. 7, Schlucht von Sängim.
Natürliche Größe: 10 cm hoch, 13 cm breit.
l. Kopf eines Garuda. Er ist mit weißem Stuck überzogen und rot bemalt. Die
Federn scheinen durch eine Anzahl Strichelungen angedeutet zu werden. Die Schnabel-
nase ist abgebrochen; unter ihr erscheint die gespitzte eigentümlich geformte Mund
mit der oberen Zahnreihe.
Fundort: Tempel Nr. 7, Sängimer Schlucht.
Natürliche Größe: 11,5 cm hoch, 9,5 cm breit.
m. Kopf eines Dämonen. Die Farben sind ziemlich gut erhalten, das rechte Auge
ist zerstört. Das Haar ist blauschwarz und in eigentümlicher Weise aufgebunden. Die
Hautfarbe ist weißrötlich, das Auge schwarz.
Fundort: Große Schutthalde des Klosters Bäzäklik bei Murtuq, unweit Tempel 9.
Natürliche Größe: 10 cm hoch, 13 cm breit.
n. Kopf eines Dämonen. Er ist bedeckt mit einer aus dem Kopffell des Felles
eines Raubtieres hergestellten Helmkappe von früher wohl rotbrauner Farbe. An den
Nüstern sind Reste von grüner Bemalung erhalten. Das Gesicht des Dämonen ist
rotbraun bemalt. Das Auge ist weiß mit schwarzer Pupille; Augenbrauen, Schnurr-
bart und Kinnbart sind grün; die großen Hauer weiß.
Fundort: Tempel Nr. 7, Sängimer Schlucht.
Natürliche Größe: 19,5 cm hoch, 14,5 cm breit.
o. Kopf eines Dämonen. Die Gesichtsfarbe ist lichtblau; Haupthaar, Augen-
brauen und der merkwürdig stilisierte Schnurrbart (?) sind ziegelrot; der letztere mit
der mehr karminroten Farbe der Oberlippe umrändert. Die Augenhöhlen sind karminrot,
die Augäpfel weiß, hinten hellblau, dann rot umrändert; die Pupillen sind schwarz.
Fundort: Anlage auf der steilen Klippe des linken Ufers zwischen Anlage 2 und 3,
Sängimer Schlucht.
Natürliche Größe: 20 cm hoch, 17,5 cm breit.
55.
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