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0100 Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1
Buried Treasures of Chinese Turkestan : vol.1
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 / Page 100 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000198
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halten habe, während in der Malerei die hellenistischen Elemente
bereits ostasiatisch abgewandelt waren.

Die Statue ist keineswegs die einzige Skulptur, die den helle-
nistischen Charakter bewahrt hat. Schon die erste Expedition hatte
stark gräzisierende Köpfe gefunden, und auch uns waren eine ganze
Reihe solcher Plastiken in die Hände gefallen.

Die Buddhas auf den Wandgemälden zeigten schon überall den
mißverstandenen Faltenwurf und die ostasiatischen Gesichter der
späteren, chinesischen Zeit. Die Skulpturen gehörten, darüber
konnte kein Zweifel walten, derselben Zeit wie die Gemälde an —
warum waren nicht auch sie ostasiatisch abgewandelt?

Zur Zeit des Fundes wußten wir noch nicht, daß die Plastik
Ostturkistans eine Formereikunst ist und daß man sich zur Her-
stellung aller Statuen der Formen bediente.

Erst auf der dritten Reise fanden wir, in den Klosterwerkstätten
von Kyzil, vereinzelte aus Stukko hergestellte Formen. Und in
Schortschuk gelang es Herrn Bartus, aus einer solchen Werkstatt
einige 30 solcher Formen auszugraben.

Dieser Fund bot uns des Rätsels Lösung: man druckte eben
mit diesen Formen den alten Typ immer wieder, und wurde eine
Form durch Bruch oder Abnutzung unbrauchbar, so wurde über
einem ihrer früheren Erzeugnisse auf mechanischem Wege eine
neue Form hergestellt und damit weitergedruckt¹.