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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0071 Alt-Kutscha : vol.1
古代クチャ : vol.1
Alt-Kutscha : vol.1 / 71 ページ(白黒高解像度画像)

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[Figure] Fig. 49. no captionno caption

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doi: 10.20676/00000192
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OCR読み取り結果

Betrachten wir nun die so rekonstruierte
Hälfte im Zusammenhang mit der nur in der
Māyāhöhle der 3. Anlage wohlerhaltenen
R. Hälfte, so sehen wir sofort bestimmte
Hindūtypen auf der R. Seite.
Zweifellose Hindū-Typen sind die erste
Figur der obersten Reihe, der Garuda, über
dessen hier vorliegende Bildung oben bereits
ein paar Worte gesagt sind, ferner die hinter
ihm folgende Göttin mit Dämonenkopf und
antikem Schwert, die ich nach tibetischen
Analogien Nirṛti nennen möchte, obwohl ihr
Anzug, soweit er erkennbar ist, sich der
Landesart fügt. Ferner ist ein rein indischer
Typus die erste Figur der dritten Reihe von
hellgrüner Farbe mit straubigem roten Haar,
den Triśūla in der Hand haltend: Śiva. Hinter
ihm und unter diesem erscheinen zwei ge-
panzerte Gottheiten, der obere braun, der
untere weiß, die schwer zu bestimmen sind,
da sie ohne sonstige Attribute auftreten. Unter
Śiva erscheint ein vielarmiger, hellblauer Gott,
der mit dem obersten Händepaar Sonne und
Mond (mit Häschen) hochhält; seine Benennung
ist schwierig, die Bildung fremdartig, unten
Fig. II,52, direkt dem Śiva entgegengestellt.
Die erste Figur der zweiten Reihe ist ein
Lokapāla mit der Löwenhaut, ein schon er-
wähnter Typus antiker, den Münzen zu ver-
dankender Herkunft. Hinter ihm erscheint
ein Dämon mit Hauern, vielleicht der Asurārāja
Vemacitra, eine Keule haltend, und als dritte
Figur der obersten Reihe eine lanzentragende
Gottheit, die als Kṣitipati zu betrachten ist.
Alle Götter haben Spitzohren. Unmittelbar
aber über der jetzt zerstörten Buddhafigur ist
eine seltsame, mir außer hier noch nie vor-
gekommene Darstellung. Man sieht nämlich
Sonne und Mond als Scheiben dargestellt und
die jeweilige Gottheit des Tag- oder Nacht-
gestirns añjali sitzend vor einem predigenden
Mönch. Dies ganze Parivāra umfaßt also
neben Vertretern der Erde selbst: Lokapālas,
Kṣitipati, niedrigere Gottheiten mit ihren
Gegnern, Vertreter von Blitz (Nāgarāja) und
Donner (Vajrapāni), den Regenbogen (Urvaśī),
den Dämon der Verwesung (Nirṛti) und die
seltsame Darstellung der weißen und schwarzen
Maus, die man füglich nur als Tag und Nacht
deuten kann, also eine kosmogonisch-astro-
logische Gesellschaft, die viel Ungewöhnliches