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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0223 Alt-Kutscha : vol.1
古代クチャ : vol.1
Alt-Kutscha : vol.1 / 223 ページ(白黒高解像度画像)

キャプション

[Figure] Fig. 74. 平面図スケッチと断面図、第19窟(マヤ(Mâyâ:摩耶夫人)窟)の本堂壁龕の前、ミンウイの第2施設、キジル。『シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂』、162-163ページ。図版XLII-XLIIIの絵画は入口の左廊下の廊下壁右で見つかった。Planskizze und Querschnitt vor der Nische in der Zella der Höhle 19 (Höhle mit der Mâyâ) der zweiten Anlage von Ming-Öi bei Qyzyl, Kultst. 162-163. Das Bild Tafel XLII-XLIII befand sich auf der Gangwand R. des L. Ganges vom Eingang aus.
[Figure] Fig. 75. 平面図スケッチと断面図半分、第5窟(マヤ(Mâyâ:摩耶夫人)窟)の本堂壁龕の前、ミンウイの第3施設、キジル。『シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂』、171-180ページ。図版XLII-XLIIIのレプリカは左廊下の右壁、廊下壁C2。Planskizze und halber Durchschnitt vor der Nische in der Zella der Höhle 5 (Höhle mit der Mâyâ) der dritten Anlage von Ming-Öi bei Qyzyl, Kultst.171-180. Die Replik des auf Tafel XLII-XLIII darstellten Bildes findet sich auf Gangwand C 2, R. Wand des L. Ganges.

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doi: 10.20676/00000192
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OCR読み取り結果

Repliken scheint nicht so häufig zu sein, wie
die folgenden, hat aber vielleicht eine rein
gelegentliche Bedeutung, über welche unten
eine Vermutung geäußert werden soll. Die

II,72–II,73

Darstellung, die man eine Begleitszene zu
Gautama Buddhas Nirvāṇa nennen muß, ist
sonst ungewöhnlich. Ich habe sie auch nur
in Ming-Öi bei Qyzyl gesehen und zwar nur
in fünf Fällen: in der sogenannten Kaminhöhle
der 1. Anlage, Kultst. S. 45–47, der Replik
derselben Höhle Ajâtaśatru-Höhle der 2. An-
lage, Nr. 1, Kultst. S. 144, in der sogenannten
Mâyâhöhle der 2. Anlage, Nr. 19, Kultst. S. 160,
161, 168, und in der sogenannten Mâyâhöhle
der 3. Anlage, Nr. 5, Kultst. S. 178, in welch
letzterer Replik das Bild etwas verändert ist;
ganz abgekürzt war es in der sogenannten
Nâgarâjahöhle, Kultst. S. 131. Es befindet
sich das Bild mit seinen Repliken in allen
Fällen auf der kürzeren Gangwand der Pfeiler-
nische R. vom Gangeingang, im L. Seitengang
von der Höhlentüre aus. Nur ein einziges Mal
war das Bild in völlig unversehrtem Zustande,
und hier wollte es ein glücklicher Zufall, daß
dies bei der Öffnung der Höhle völlig ver-
schüttete Bild das interessanteste von allen ist,
Tafel XLII–XLIII, Mâyâhöhle der 2. Anlage
(vgl. Amtliche Berichte der Kgl. Kunstsamm-
lung XXX, 7. April 1909, S. 171–176). In
der 1. Anlage habe ich es, wie erwähnt,
nur einmal gefunden, dort war aber das obere
Eck der vorderen Hälfte beschädigt und manches
dabei verloren gegangen. Aber in den Rand
war in Brâhmîcharakter eine kleine Inschrift
eingekritzelt, die mir unmittelbar die Bestim-
mung des bis dahin unbekannten und sonder-
baren Bildes ermöglichte.

73. Das Gemälde besteht aus zwei neben-
einander stehenden, durch Architektur von
oben nach unten geteilten Hälften. Die hintere
Hälfte zeigt die Terrasse eines Palastes in einer
Stadt, die durch Zinnenmauern und in zwei
Fällen durch Türme mit interessanten Aufbauten
bezeichnet ist. Ein König und seine Königin
sitzen in der Palasthalle auf einem reichen
Throne. Schlanke Säulen der Halle sind Träger
eines Gebälks mit bunter Tabulatur, über
welchem Dache sich in einem Falle die uns
schon bekannten Bogenfenster erheben. Die
Zwischenräume zwischen den Säulen sind durch
Vorhänge verschlossen, welche an den Kapi-
tälen der Säulen und den Deckbalken befestigt
sind. Neben oder hinter dem Könige steht
in drei Fällen ein Diener, einen Fächer schwin-
gend, ebenfalls in drei Fällen sitzt zu den

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