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0443 Southern Tibet : vol.7
南チベット : vol.7
Southern Tibet : vol.7 / 443 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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OCR読み取り結果

gerechtfertigt, zwei Gebirgs-Systeme zu unterscheiden, das des Kuen-Luen und das des
Himálaja. Das mächtige Längenthal des oberen Indus giebt die Trennungslinie für eine
weitere Theilung, die des Himálaja-Systems; das letztere lässt deutlich zwei Unterabtheilungen
erkennen, von denen die eine durch das Gebirge von den Ebenen des Pandschab bis zur
Nordgrenze der Nummuliten-Formation am oberen Indus repräsentiert wird, während die
andere das gesammte Gebirgsland umfasst, das sich auf der anderen Seite jenes Längen-
thales aufbaut, vom Indus bis zum Kuen-Luen. Während die erstere als das eigentliche
Himálaja-Gebiet zu bezeichnen ist, empfiehlt sich für die zweite Abteilung die Benennung
Karakorûm-Gebiet nach dem gleichnamigen Passe, der berühmtesten topographischen
Lokalität dieses ganzen Landstriches. Das Karakorûm-Gebiet steigt vom Indus-Thale in
schroffen, tief durchfurchten Gehängen schnell zu ausserordentlichen Höhen auf; im scharfen,
charakteristischen Gegensatz zu diesem Südabfall steht die Oberflächengestaltung des Nord-
abhanges, in schwachen Böschungen senken sich weitgedehnte Plateaux zum Südfusse des
Kuen-Luen hinab, mit kaum merkbarer Neigung steigen die Wege von den Pässen in die
grossen Steppen-Becken hinab.

The great difference between the northern and southern side of the Kara-korum
is the result of precipitation and glaciation of the south-slopes. Add to this that
the southern edge of the northern high plateaux coincides with the great watershed,
so that the masses of detritus, which once existed on the southern side, were carried
away by the Indus, whilst those on the northside chiefly remained untouched. But
PETERMANN points out that the Kara-korum is not to be regarded as a range, as
the SCHLAGINTWEITS sometimes had called it:

Können wir nun auch nach dem heutigen Stande unserer Kenntniss nicht mehr von
einer eigentlichen grossen Karakorûm-Kette sprechen, so trägt doch der wasserscheidende
Südrand des Karakorûm-Gebietes wenigstens theilweis, in seinem westlichen Abschnitt, den
Charakter eines mächtigen Ketten-Gebirges. In der Südhälfte des westlichen Karakorûm-
Gebietes können wir drei Haupttheile erkennen: das Ketten-Gebirge von Leh zwischen
Indus und Schajok, das Mustagh-Gebirge im Norden und Westen des Schajok und das
Bergland im Osten dieses Flusses. In den beiden letztgenannten Bergländern verläuft die
grosse Karakorûm-Wasserscheide; während dieselbe aber im Mustagh durch die mächtige
Hauptkette dieses Gebirges bezeichnet ist, wird sie von den Schajok-Quellen ostwärts oft
fast unmerkbar, indem hier die Ketten auf dem hohen Tafellande, dem sie als Randgebirge
aufgesetzt erscheinen, vorübergehend verschwinden, um später wieder hervorzutreten.

Petermann uses the name Mus-tagh for the system between the Shayok and
the Hindu-kush and regards it as a system of parallel ranges, of which the northern-
most and highest also is the water-parting. Regarding SHAW'S views PETER-
MANN says:¹

Da die Wasserscheide des Jarkand-Flusses und des Schajok nicht durch eine eigentliche
Kette bezeichnet wird, vielmehr der wasserscheidende Südrand der Hochplateaux hier oft
ohne merkbare Erhebung auftritt, so greift Shaw mit Recht den Namen Karakorûm-Kette
in seiner ehemaligen Bedeutung an; mit vollem Grunde behauptet er, gestützt auf jene
Verhältnisse, dass der Karakorûm als eine wasserscheidende zusammenhängende Gebirgskette