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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0161 Eine Routenaufnahme durch Ostpersien : vol.1
東ペルシアにおける踏査の記録 : vol.1
Eine Routenaufnahme durch Ostpersien : vol.1 / 161 ページ(カラー画像)

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VON TABES NACH TACIIT-I-NADIRI.   49

marsches ist die Steigung ziemlich scharf, bis zu 893 m beim Lager XLIV, oder 276 m vom Rande der Kevir-Depression.

Der Weg, der eigentlich weiter nichts ist als ein unbedeutender Fussteig, nähert sich im spitzen Winkel dem Rande des ziemlich ausgedehnten Sandgürtels, der sich südlich vom Kevir des Tabes-Beckens erstreckt und aus welchem die Verzweigungen von Kuh-i-Tarascha ihre dunklen Bergkämme erheben. Die Dünen sind nur ca. 5 m hoch und mit einer spärlichen Vegetation bedeckt. Gegen Süden in Richtung der schwarzen Kämme werden sie sicherlich höher und unfruchtbarer. Nachdem der Pfad den Sandgürtel erreicht hat, folgt er getreulich dessem Rande. Im Norden breitet sich vollständig unfruchtbares und gleichförmiges Kevirgebiet aus, von einer Breite, dass die Tamarisken und Kegel bei Tschah-i-sadak und Haus-ihadschi eben noch sichtbar sind. Unmittelbar am Sandgürtel ist der Kevirboden so stark mit Sand vermischt, class an einigen Stellen etwa zoo m vom »Ufer» noch Tamarisken wachsen. Am östlichen Ufer, bei Tschah-i-sadak und Pervade, war die Vegetation unvergleichlich üppiger.

Schliesslich ist es möglich, den Sandgürtel zu kreuzen und eine mehr südliche Richtung einzuschlagen. Die Dünen sind nach NW hin ziemlich flach und fallen am steilsten nach SW ab. Sie werden durch den Pflanzenwuchs festgehalten, häufig durch grosse, oft vertrocknete Saxaulen. — Im SW sieht man höhere Dünen ohne jede Vegetation. Diese Sandwüste ist in keine Karte von Persien eingetragen.

Der Sandgürtel wird von einer 5 m breiten und I m tiefen Ablaufrinne durchschnitten, der wir aufwärts in südwestlicher Richtung folgen. Stellenweise sind die vertikalen und durch Wurzeln verstärkten Seitenterassen bis zu 3 m tief. Weiter oben erweitert sich diese nach allen Richtungen sich schlängelnde Rinne zu einer Breite von 20 m. Ihr Boden besteht aus hartem, alluvialem Lehm. Auf beiden Seiten erheben sich zahlreiche Dünen, von denen manche eine Höhe von 6 m erreichen.

Die Talrinne wird Kal-Tarascha genannt und bildet die Fortsetzung eines Tales im Kuh-i-Tarascha. Der Flugsand hört jedoch auf, und das Tal wird jetzt von festem Gebirge begrenzt. Die Gesteinsart ist grauer Sandstein, weisser, feinkristallisierter Marmor und poröser, lockerer Kalksinter. Ein Nebental in südöstlicher Richtung trägt den Namen Tscheschme-i-gurban nach einer dort befindlichen salzhaltigen Quelle. Ueber die Erhebungen im Grunde des Haupttales sickert ein kleines Rinnsal, das von der salzhaltigen Quelle Tscheschme-i-Tarascha kommt.

Das Tal wird allmählich immer schmäler und verwandelt sich schliesslich in

einen Hohlweg zwischen hervorspringenden Felsen. Auf seinem Grunde wuchern Schilf und Binsen, Tamarisken, Saxaulen und anderes Buschwerk. Bisweilen geht der Weg oder vielmehr der offene Talgrund durch eine richtige Allee von Gebüsch und Schilf. Auch hier ist das Tal sehr gewunden, die Steigung ist gleichmässig, aber merkbar. Ueber eine sekundäre Bodenschwelle gelangt man in ein westliches Nachbartal mit genau denselben Eigenschaften, doch wird dieses zumeist von Geröllhügeln oder sonstigem losen Material eingeschlossen.

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