国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
|
|
カラー画像サムネイル -
目次 -
ページ番号 -
書誌情報(メタデータ) -
キャプション -
カラー画像 -
白黒高解像度画像 -
見開きページ -
グラフィック -
| 0104 |
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 |
| 中央アジア秘宝発掘記 : vol.1 |
引用情報
OCR読み取り結果
Diese Stūpas enthielten Reste von Leichenbrand, künstliche
Blumen, Votivgaben (Heiligenbilder auf Papier) und zahlreiche
Manuskriptreste. Es muß auffallen, daß in einem dieser Denk-
mäler, in der Biegung des Stromes, ein nur wenig beschädigtes
manichäisches Buchblatt, unter Bruchstücken zahlreicher bud-
dhistischer indischer Handschriften, gefunden wurde. Wie ist es
dorthin gekommen?
Zwölf Bauten finden sich auf dem linken Ufer. Es sind die Ru-
inen buddhistischer Klöster und Tempel der alten Zeit (8.—11. Jahr-
hundert). Die meisten sind Freibauten aus Luftziegeln, einige sind
in den weichen Stein geschnittene Höhlentempel mit davorgelegten
Terrassen und Freibauten. Die Freibauten-Klöster sind alle zu-
gleich starke Festungen mit mächtigen Mauern und Türmen. Der
Anblick der Schlucht ist im ganzen Verlauf in hohem Maße phan-
tastisch. Die wilde Zerrissenheit der Hügel verleiht der Landschaft
einen romantischen, fast gespenstischen Charakter.
In den Tempeln fanden wir noch zwei Bibliotheken. Der eine
Fund fiel Herrn Bartus in den Mönchszellen eines großen Klosters
zu und füllte mehrere Maltersäcke. Diese Manuskripte waren bei-
nahe alle in frühtürkischer Sprache und uighurischer Schrift; der
Inhalt war religiös: es waren Bruchstücke einer Art Drama, wel-
ches die Begegnung der Gläubigen, aber auch der Verdammten,
mit einem buddhistischen Messias, dem Maitreya, schildert (Mai-
treya Samiti). Die Kolophone der Kapitel geben an, daß dies eine
Übersetzung aus der tocharischen Sprache ins Türkische sei und
nennen den indischen Namen des Verfassers.
Anderen Orts fanden wir später Bruchstücke des erwähnten
tocharischen Textes, der seinerseits, laut den Kapitelunterschriften,
aus der „indischen Sprache" übersetzt ist.
Der zweite Fund wurde von mir in einem seltsamen Gebäude,
dem Annex eines kleinen Tempelchens, auf der Terrasse des Tem-
pels Nr. 10 gemacht. Er bestand in der Hauptsache aus türkischen
Übersetzungen buddhistischer Märchen.
Hier und da wurden auch Funde manichäischer und indischer
Handschriften gemacht. Sehr ärgerlich war folgendes Ereignis: Wir
hatten uns sehr mit Grabungen in der am Eingang der Schlucht
gelegenen „Sternbilderhöhle" (Tempel Nr. 6) bemüht, ohne jedoch
den allergeringsten Fund zu machen. Während wir dort beschäf-
tigt waren, gingen zwei alte Frauen uns gegenüber auf der anderen
Seite des Baches an die Arbeit. Dort standen mehrere formlose
Hügel. Einige dieser Hügel waren ganz zufällige Anhäufungen von
Löß, einer aber wurde erfolgreich angeschnitten, es war ein zer-
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
11
.
.
.
.
|
.
.
.
.
21
.
.
.
.
|
.
.
.
.
31
.
.
.
.
|
.
.
.
.
41
.
.
.
.
|
.
.
.
.
51
.
.
.
.
|
.
.
.
.
61
.
.
.
.
|
.
.
.
.
71
.
.
.
.
|
.
.
.
.
81
.
.
.
.
|
.
.
.
.
91
.
.
.
.
|
.
.
.
.
101
102
103
104
105
106
.
.
.
.
111
.
.
.
.
|
.
.
.
.
121
.
.
.
.
|
.
.
.
.
131
.
.
.
.
|
.
.
.
.
141
.
.
.
.
|
.
.
.
.
151
.
.
.
.
|
.
.
.
.
161
.
.
.
.
|
.
.
.
.
171
.
.
.
.
|
.
.
.
.
181
.
.
.
.
|
.
.
.
.
191
.
.
.
.
|
.
.
.
.
201
.
.
.
.
|
.
.
.
.
211
.
.
.
.
|
.
.
.
.
221
.
.
.
.
|
.
.
.
.
231
.
.
.
.
|
.
.
.
240
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics(国立情報学研究所)
and
The Toyo Bunko(東洋文庫). All Rights Reserved.
本ウェブサイトに掲載するデジタル文化資源の無断転載は固くお断りいたします。