国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0191 |
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 |
| 中央アジア秘宝発掘記 : vol.1 |
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OCR読み取り結果
Exkremente immer violett-rot gefärbt und diese Farbe war vielen
der Manuskripte mitgeteilt worden.
Ganz prächtige, bemalte Statuen wurden hier in großer Menge
gefunden. Sie sind besonders wichtig dadurch, daß auf ihnen die
Bemalung noch gut erhalten ist, was selten oder nie in den öst-
lichen Siedlungen der Fall war. (Taf. 47.)
Eines Tages, als wir an der nördlichsten Höhle, die wir nach
einem ihrer eine Stadt darstellenden Wandgemälde die „Stadt-
höhle" genannt hatten, arbeiteten, bezog sich der Himmel und es
begann zu regnen, zu regnen in einer Weise, von der wir in Deutsch-
land keinen Begriff haben.
Da mir gesagt worden war, daß, wenn zu dieser Zeit Regen ein-
setzt, er gewöhnlich zu einem Unwetter werde, veranlaßte ich Grün-
wedel, der den Weg immer zu Fuß zurückzulegen pflegte, sofort
aufzubrechen und die Station aufzusuchen. Er ging.
Es regnete immer stärker, Bartus und ich packten die Manu-
skriptfunde, die ich soeben in der Stadthöhle gemacht hatte, zu-
sammen, schlugen sie in einen wasserdichten Mantel, bestiegen un-
sere Pferde und ritten ab.
Unsere Arbeiter zogen es vor, in den Höhlen zu kampieren, wo
sie sich Feuer machten und auf ihren Filzen schliefen. Es waren
kaum 40 Minuten vergangen, seitdem Grünwedel abmarschiert war.
Als wir aber die Vorberge durchzogen, geriet ich in Angst, denn
überall aus all den zahlreichen Ravinen schossen braungefärbte Ge-
wässer mit starkem Strom hervor.
Sie waren einstweilen noch klein, in kurzer Zeit aber konnten
sie lebensgefährlichen Umfang angenommen haben.
Grünwedel war als ausgezeichneter Fußgänger glücklicherweise
über die gefährlichsten Stellen hinweggekommen, ehe deren Cha-
rakter bedrohlich geworden war, und wir trafen ihn durchnäßt und
vor Kälte zitternd im Serai an.
Auch hier machte sich das Unwetter sehr unangenehm bemerk-
bar. Die riesigen Wassermassen drangen durch das aus Reisig und
gewälztem Ton bestehende Dach und liefen durch das rauch-
geschwärzte Dachgebälk herab. Von dem Ruß und Lehm hatte
das Wasser eine schwarzbraune Farbe angenommen, und unsere
Betten, die reichlich damit bespritzt worden waren, waren in einem
schauderhaften Zustand.
Leider war dieses Unwetter die Ursache des Todes zweier Men-
schen. Drei Arbeiter aus Kurla wollten bei uns Beschäftigung su-
chen und waren mit einem Esel auf einem kurzen, aber steilen Weg
ins Gebirge eingedrungen. Sie wurden vom Unwetter in den Vor-
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