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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0162 Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1
中央アジア秘宝発掘記 : vol.1
Auf Hellas Spuren in Ostturkistan : vol.1 / 162 ページ(白黒高解像度画像)

キャプション

[Figure] 石窟寺院の平面図(主造営部分)、クムトラ(ル・コックの模写による)。Plan (der Hauptanlage) der Felsentempel zu Kumutra (nach A. v. Le Coq)

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doi: 10.20676/00000198
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OCR読み取り結果

Die Tempel zeigen hauptsächlich zwei Bauformen. Die häufigste
besteht aus einer Vorhalle, hinter der das Heiligtum, die quadra-
tische oder rechteckige Cella, sich öffnet. Die Rückwand der Cella
trägt das Kultbild, die in Ton ge-
formte Statue eines Buddha. Rechts
und links von diesem Kultbild gehen
Korridore in den Stein hinein, die
hinten durch einen dritten Korridor
verbunden sind. Diese Einrichtung
hat den Zweck, die prozessions-
mäßige Umwandlung des Heilig-
tums zu ermöglichen. (Taf. 38.)
An den Wänden befinden sich Dar-
stellungen des Lebens des Buddha
oder auch von allerhand Ereignissen
aus dem buddhistischen Legenden-
kreis. Die Cella hat meistens ein
Tonnengewölbe als Bedachung.
Dies Gewölbe ist in den älteren
Tempeln bemalt mit Darstellungen
von stilisierten Berglandschaften,
in deren jeder eine Wiedergeburts-
legende erscheint. (Taf. 43.)
In späterer Zeit wurden die
Reihen von Berglandschaften er-
setzt durch Reihen sitzender Bud-
dhas. Rechts und links von der
Tür, zuweilen auch an den Wän-
den der seitlichen Korridore, sind
die Stifter dargestellt, Männer und
Frauen aus fürstlichem oder vor-
nehmem Geschlecht.
Es wird mir immer unvergeß-
lich sein, wie ich zum ersten Male
einen solchen Tempel öffnete und
nach Abräumung des Schuttes mit
Laternen das Innere betrat. Es sind
nämlich nirgends Fenster vorhan-
den; man muß sich diese Räume
alle, außer den Mönchszellen, die
oft ein kleines Fenster haben, als
vollkommen dunkel vorstellen.