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0048 Bericht über archäologische Arbeiten in Idikutschari und Umgebung im Winter 1902-1903 : vol.1
Report on Archaeological Work in Idikutshari and Surrounds in the Winter 1902-1903 : vol.1
Bericht über archäologische Arbeiten in Idikutschari und Umgebung im Winter 1902-1903 : vol.1 / Page 48 (Grayscale High Resolution Image)

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[Figure] Fig. 33. Plan of the temple T'.Grundriß von Tempel T'.

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doi: 10.20676/00000190
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hallen nach Norden, und einem anders angeordneten Hauptsystem in der Mitte, wahrscheinlich des ganzen Gebäudes, als es noch erhalten war. Diese Mittelpartie betritt man durch ein Tor von 4,90 m von Norden her, gelangt so in einen 5 m breiten, 12,20 m langen Vorraum, zu dessen Seiten zwei Zimmer waren, links ein 4,70 in breites, 12 m langes, rechts ein 4,20 m breites und ebenso langes, deren Decken früher Gewölbe waren. Diese drei Vorräume lagen früher mit dem den Kern des Gebäudes bildenden Hauptraum unter einer Kuppel, deren untere Partien noch an der Westseite zu sehen sind. Heute liegen diese drei Räume, von denen der links gelegene vom Vestibül aus einen Zugang hatte, während der rechts gelegene mit dem Ostflügel in Zusammenhang stand, völlig ohne Dach. Das Vestibül führt in den Mittelraum des Gebäudes, eine 20,40 m breite und 12,50 m tiefe Halle, welche ein Rechteck bildet, über der sich in etwas mehr als Mannshöhe eine Kuppel erhob, deren Überführung aus dem Rechteck durch breite, muschelförmige Vorsetzscheiben (vgl. S. 29, Note 1) bewerkstelligt war. Der Sockel dieser interessanten Halle, die besonders nach Süden hin mit einem hohen Schuttberge (der eingestürzten Kuppel) bedeckt war, so daß die Südwand völlig verschwand, war mit flottgemalten, sehr merkwürdigen Fresken bedeckt, welche indes nur da erhalten waren, wo Schutt darauf lag. Auf diese Gemälde

Fig. 33. Grundriß von Tempel T'.

werde ich unten zurückkommen. Beim Freilegen der Südwand kam bei der Ostecke derselben ein nur schmaler Gang zum Vorschein, welcher gewölbt ist und etwas über mannshoch durch die 3,35 m dicke Südwand führte. Diesen Gang lieü ich freilegen, er hatte einst dekorative Fresken; im Schutt fanden sich Kleiderreste, viele zerbrochene Stöcke und zwei Schädel ohne Kinnladen, welche trotz alles Suchens nicht aufgefunden werden konnten. Er bildete den Zugang zu einer 20,40 m langen, 8,20 m breiten gewölbten Halle. Die Südwand, welche diese Halle nach aussen schlofs und in welche jetzt eine Bresche gelegt ist, hatte nach Süden eine fensterartige Nische, war 3,35 m dick und bildete zugleich die Südwand des (nach O.) nebenanliegenden Hofes, welcher von dem bis jetzt beschriebenen Mittelbau aus nicht zugänglich war. Er war vielmehr ebenfalls durch ein in der Mitte der Nordwand liegendes Tor zugänglich, das noch deutlich sich markiert und heute eine 6,40 m breite Bresche in der Nordwand bildet. Eine zweite Lücke dieser Wand ist nur eine beim Schuttausfahren gemachte Bresche, das alte Tor diente zum Einfahren. Die Räume , in welche man durch das Tor tritt, sind nicht klar: erhalten ist in der Ostecke ein langes Mauerstück, welches auf ein langes Gemach weist; wie weit diese Mauer aber

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