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0106 Alt-Kutscha : vol.1
Ancient Kucha : vol.1
Alt-Kutscha : vol.1 / Page 106 (Color Image)

Captions

[Figure] Fig. 4. Strip of the dome of the Peacock cave, see. Plate XIII, XIV height of the original 0.80 m.Kuppelstreifen der Pfauenhöhle, vgl. Tafel XIII, XIV Höhe des Originals 0,80 m.

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doi: 10.20676/00000192
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II4

II,2—II,3

ihre Konturen nicht mehr festhalten ließen. Doch war folgendes noch zu erkennen: im Gange L. (a) ein gepanzerter Schutzgott, ebenso bei R. (á) die Reste eines Dämons mit straubigem Haar. Türwand R. (4) waren unten drei betende Mönche je mit B_rahmîinschrift, A wenn ich recht gelesen habe, NANDAVARMA, NANDAVARMA, UPANANDAVARMA, auf der L. Seite aber offenbar dieselben mit denselben Schrifttäfelchen und vor ihnen ein knieender Stifter, der einen Korb mit Blumen hinhält

   RAJA.

3. Die Seitenwände und die Rückwand der Zella nun sind in drei Reihen mit fast quadratischen (mindestens 36) Bildern bemalt gewesen, welche in ganz ausführlicher Weise die ganze Buddhalegende von der Geburt bis zum Parinirväna darstellten.

Über diesen Bildern auf den Seitenwänden und der Rückwand, über den Mönchbildern (und was sonst noch da war auf der Türwand) laufen Terrassengeländer (railings) ebenfalls in Malerei unmittelbar unter der Decke hin. Auf jeder Wand ist je einmal ein Buddha die Mittelfigur, vgl. Fig. 3, die umgeben ist von Göttern, blumenwerfenden und musizierenden Devaputras und Devakanyâs. Trotz des feierlichen Prunkes und der nach den Ecken zu eintretenden belebteren Posen fallen in diesen Figurenreihen auch schematische Typen auf, die uns auch anderweitig in anderem Zusammenhang begegnen. So begegnete uns dieser Götterfries auch in den Seitengängen der Höhle „mit den Statuen" (Qyzyl, Kultst. S. 91 ff.), die ja stilistisch durchaus identisch, ja doch wohl von denselben Händen ausgemalt war, wie die vorliegende Höhle. Allerdings die darüberliegenden Gewölbe-hälften zeigen uns Berglandschaften mit Asketen, welche später eine so große Rolle spielten und auf die wir unten ausführlich zurückkommen müssen. Die blutigen Szenen der zweiten Stilart fehlen hier noch. Der Götterfries aber mit den Buddhas, Bodhisattvas und großen Göttern verschwindet in dieser Form in der zweiten Stilart nicht, aber wir sehen hinter den Barrieren nur mehr blumenwerfende oder musizierende Devaputras und Devakanyâs. Gemalt ist er nur in den kleineren Höhlen, in den größeren war er mit wirklichen aus Lehm geformten Figuren auf Holzbalkonen

II,3—II,4

ausgeführt. Dieser Fries mit Götterfiguren, welcher sein Gegenstück hat in dem Musikerbalkon am Obelisken des Theodosius, bleibt also ein integrierender Teil der Dekoration.

4. Wie erwähnt, ist der Plafond der Höhle mit der in der Mitte sich erhebenden Kuppel in folgender Weise bemalt. Der innere Raum, welcher oben mit einer Lotusblume schloß und ein abwechselnd aus hellen und dunklen Pfauenschweifen gebildetes Schirmdach

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Fig. 4. Kuppelstreifen der Pfauenhöhle, vgl. Tafel XIII, XIV
Höhe des Originals 0,80 m.

stellt (Tafel XIII—XIV, Fig. 1-2 und Fig. 4), ist in eine Anzahl Felder (acht Doppelblätter) geteilt, auf denen oben je ein nach unten fliegendes, eine Girlande haltendes Knäbchen abgebildet ist. Die Kuppel selbst hält je ein Devaputra mit ausgebreiteten Armen hoch: ein uraltes, schon in Ägypten beliebtes Motiv, das auch in der Kunst des Mittelalters ganz geläufig ist. Der kuppelhaltende Devaputra steht in der Mitte jeder Wand unmittelbar über der Buddhafigur, der Balkonfiguren der Seitenwände. Auf den Spandrillen ist, wie

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