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0066 Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1
Ancient Buddhist Temples in Chinese Turkistan : vol.1
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 / Page 66 (Color Image)

Captions

[Figure] Fig. 119a. no captionno caption
[Figure] Fig. 119b. no captionno caption

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doi: 10.20676/00000191
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schießend schnell vorbei: Syāmajātaka vgl. A. Foucher, l'Art gréco-b. S. 280 und Höhle m. d. Gebetmühle B 25; Schwert-
trägerh. 1, 2, 3b. — Im Vordergr. sieht man einen Bären in einer Höhle. Vielleicht ist dies aber ein besonderes, noch vor
1 stehendes Feld. — 8 Ident. mit Mus. L. 13. — 9 Ident. mit Mus. R. 57. — 10 Ident. mit Mus. L. 45. — 11 Ein
wandelnder Bodhisattva (ohne Aureole!), dem eine dunkelfarbige Figur mit erhobenem L. Arme folgt. — 12 Ident.
mit Mus. L. 27. Nur ist das Tier, welches abgebalgt wird, ein Elefant. — 13 Ident. mit Mus. R. 24. — Doch ist das
Bild ähnlich der Darstellung in H. 9m. d. Gebetmühle«. Die Wage fehlt. Neben dem Bodhisattva sitzt seine Gattin.
Die Taube wird noch vom Raubvogel verfolgt. — 14 Ident. mit Mus. L. 11. Zwei Brāhmanas. Statt des Lotusblatts
eine Flammengarbe. — 15 Ident. mit Mus. R. 38. Elefant und Tiger fehlen. Der eine Rachen des Tieres verschlingt
bereits einen Mann. — 16 ident. mit Mus. L. 31. — 17 Ein Bodhisattva zu Pferde. — 18 Drei Affen um einen runden
Teich, in dessen Mitte ein riesiger Kopf mit rotem Haar (Dämon) erscheint. Vgl. Fußwaschungsb. 3, 6 und Mahāvastu
III, 30. Der Affenkönig merkt, daß sein Volk geringer wird, wenn es an einem Teiche trinkt; jedesmal hat ein Rāksasa
im Teich einen Affen getötet, um ihn zu verzehren. Er rät den Tieren, vorsichtiger zu trinken. — 19 Ein großer Affe,
unter einem Baume liegend. Ein dunkelfarbiger Mann wirft nach ihm ein rundes Gefäß (Lotā) oder gießt es aus? —
20 Ident. mit Mus. R. 18. — 21 Ident. mit Mus. L. 44. — 22 Ident. mit Mus. L. 47. — 23 Eine Göttin,
unter einem Baume sitzend, hält ein mit Aureole versehenes Kind zu zwei Dämonen hin, welche mit gefalteten Händen
davor knien. Der vordere ist hellfarbig, der andere dunkelfarbig. Sonst nirgends gesehen. — 24 cin Reiter? zer-
stört. — 25 Ein sitzender, predigender Brāhmana; vor ihm zuhörend ein Hirsch, ein Vogel, eine Schlange.
Ident. mit Mus. R. 36? — 26 Ident. mit Mus. R. 40. Drei Männer sitzen auf dem Tiere. — 27 Ein Bodhisattva, vor
ihm ein Brāhmana. Ident. mit Mus. L. 46? — 28 Ident. mit Mus. R. 25. Bodhisattva sitzt auf europäische Weise auf
einem Thron. — 29 = 27 der gegenüberstehenden Seite. Darüber wie auf der vorig. Gewölbekappe noch eine Reihe
Berge mit Bäumen oder Tierfiguren.

Nischenhöhle.

Diese alte Höhle (Fig. 119 a) hat manches Eigenartige, es ist daher sehr zu bedauern, daß sie wie alle am
Fuße der Berge liegenden Anlagen so sehr gelitten hat. Erhalten ist eine fast 5 m hohe Cella, ihr alter Eingang
ist zerstört und damit auch ein Teil der R. liegenden Seitenwand mit der ganzen vor-
liegenden Turwandecke. Die erhaltene Turwand L. ist sehr unregelmäßig, d. h. sie
hat innen keine ganz gerade, sondern stark eingebogene Wandfläche, übrigens ist
sie nur 3,25 m hoch. Von ihr aus steigt eine schiefließende Wand zum eigentlichen
Plafond an (Fig. 119 b). Da nun die R. Wand der Cella, deren vorderer Teil zerstört
ist, allem Anschein nach dem Berge vorgebaut war, der hier nicht so weit vortrat,
ist es wahrscheinlich, daß man die Turwand absichtlich nur so hoch führte, als die
Debris des Berges war und so genötigt war, die liegende Plafondläche herzustellen,
welche zu dem Hauptplafond der hohen eigentlichen Cella überleitet, d. h. man hat
also, durch den Raum genötigt, Vorraum und Cella der Höhle in eines zusammen-
geschoben.

Die Decke der eigentlichen (hohen) Cella ist eine imitierte Balkendecke mit
quadratischen Feldern gewesen, deren Bemalung jetzt zerstört ist, aber man sieht
noch, daß auf den Balken buntbemalte Tonrosetten aufgesetzt waren.

Merkwürdig ist ferner, daß die Nische in der Rückw. der Cella eine Tür bildet,
durch welche man in den hinteren Quergang gelangen kann. Die Seitengänge R. und
L. v. d. Rückw. sind durch Türen in den Seitenw. der Cella zugänglich.

**Ausstattung und Bemalung.** Auf d. Türlaibung waren (nur ein Flügel ist er-
halten) die gewöhnlichen Buddhapredigten übereinanderstehend gemalt. Sie sind
leider sehr zerstört. Auf der Türw. ist über der Tür die gewöhnlich Bodhisattva-
gruppe mit Maitreya im Zentrum dargestellt. Unten in der L. Türw. ist noch eine mannshohe Nische für
eine Buddhafigur erhalten mit einem reichen »Canopy« darüber, welches auf der Wandfläche über die Nische
gemalt ist.

**Seitenwände.** Auf den Seitenwänden waren in drei Reihen übereinander (nur auf der Seitenw. L. ganz
erhalten) drei Reihen Figurennischen, und zwar in der untersten Reihe vier, in der mittleren fünf und in der
obersten wieder vier Reihen: also auf beiden Seiten 26 Nischen. Die Nischen sind jetzt alle leer, die Figuren
sind sämtlich zerstört, der Verputz bis auf da und dort erhaltene, die Rückw. der Nischen füllende Gitter
(Lattenmuster) abgerissen.

**Rückwand.** Die Rückwand (Fig. 120 a b) hat an der Stelle der Hauptnische eine Tür, deren vordere tiefere
Hälfte im Bogen darüber eine Rückwand bildet, die hintere, bedeutend weniger tiefe Hälfte scheint vom

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