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0164 Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1
Ancient Buddhist Temples in Chinese Turkistan : vol.1
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 / Page 164 (Color Image)

Captions

[Figure] Fig. 358. no captionno caption
[Figure] Fig. 359. Pañcaśikha surrounded the niche: between it and corridor ββ'. Lower cloth and hair light blue, upper cloth light green. Original 84 cm height.Pañcaśikha v. d. Umgeb. d. Nische: zw. dieser u. Gang ββ'. Untergew. u. Haare hellblau, Obergew. Hellgrün. Orig. 84 cm h.
[Figure] Fig. 360. Devatâs from the background of the painting A 5.Devatâs aus d. Fond d. Bildes A 5.
[Figure] Fig. 361. Devatâ furom painting A'8.Devatâ aus Bild A'8.

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doi: 10.20676/00000191
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Höhle 18 (Höhle mit der Fußwaschung).

Diese Höhle repräsentiert den gewöhnlichen Typus: fast quadratische Vorhalle, Nische für das Buddha-
bild in d. Rückw., Seitengänge R. u. L. davon und ein verbindender Quergang hinter der Nische (Fig. 358).
Die Vorhalle ist völlig zerstört. Die Cella hat durch Nässe gelitten; ganze Stücke der Bemalung waren durch
Schimmel abgelöst und abgestürzt. Da und dort fanden sich Stellen, wo einzelne Gruppen oder Figuren aus-
geschnitten waren, obgleich die Höhle ebenso völlig verschüttet war, wie die danebenliegenden 16, 17.

Die Ausführung der Bilder ist eine sehr individuelle, die Figuren in einer eigentümlich behaglichen
und breiten Art ausgeführt. Besonders reizvoll sind die zahlreichen in den Bildern vorkommenden Frauen
und Mädchen. Unter den Farben herrscht Hellblau in einer harten Nuance vor. Daneben erscheinen einige
Abstufungen, besonders das sel-
tene Dunkelblau. Goldschmuck
ist nur braun ausgeführt, vermut-
lich als Unterlage für beabsichtigte
oder jetzt abgewischte Vergoldung.

Im folgenden gebe ich nur
die Notizen, welche ich an Ort
und Stelle machen konnte. Sie
beziehen sich meist nur auf die
dort verbliebenen Dinge. Denn
es war mir unmöglich, auch die
von uns mitgenommenen Platten
genauer zu beschreiben. Da sie
zur Zeit noch in den Kisten liegen,
kann ich hier nur die bezüglichen
Stücke erwähnen, ohne auf sie
genauer einzugehen.

Ausstattung und Bemalung
der Höhle. Rückw. In der 1,50m
hohen Nische der Rückw., vor
welcher ein wenig tiefer, tisch-
hoher Altar noch leidlich erhalten
ist, hat eine Buddhafigur gesessen.
Die Füllung der Nische (63 cm
tief) war mit Buddhas vor Bergen
mit je einem Verehrer bemalt, wie
das Gewölbe der Cella. Die Be-
malung der Rückw.-Flächen, wel-
che die Nische umgeben, ist zwar
in ihrem ob. Teil zerstört aber die
Figuren R. u. L. von d. Nische
und zw. ihr und den Eing. d.
Seiteng. sind leidlich erhalten. R. v. Buddha, zw. Nische u. ist noch Pañcaśikha, mit der Laute spielend,
erhalten (Fig. 359). Er sitzt auf einem Sessel von derselben Art, wie die der Brāhmaṇas sind, hebt den R.
Arm hoch und hält mit dem L. Arm das ziemlich zerstörte Musikinstrument. Seltsamerweise hat er nur vier
Haarbüschel über dem Scheitel, während er sonst seinem Namen entsprechend fünf hat.

Sockel (Altartisch) vor d. Rückw. Hier ist noch das Folgende zu erkennen:
1 2 3
1 ein dunkelfarbiger Mann mit hellblauem Haar schlägt mit dem Schwerte nach einem knienden Bodhisattva
und scheint von einer Person zurückgehalten zu werden: Kṣāntivādī-jātaka.
2 ein dunkelfarbiger Mann mit hellblauem Haar, vor ihm steht, nur mit Lendentuch bekleidet, ein Bodhisattva
mit gefalteten Händen: Srutasoma-jātaka.
3 Szene unter Bäumen: ein alter dunkelfarbiger Brāhmaṇa wendet sich an einen knienden König, dessen
Brust zwei Kinder umfassen. Dahinter steht ein Brāhmaṇa-Blätterhäuschen, in welchem Jemand (eine Frau?) sitzt:
das Viśvāntara-jātaka.

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