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0092 Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1
Ancient Buddhist Temples in Chinese Turkistan : vol.1
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 / Page 92 (Color Image)

Captions

[Photo] Fig. 192. no captionno caption
[Photo] Fig. 193. no captionno caption

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doi: 10.20676/00000191
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**Hauptbild d.** (unt. Bild). Erkennbar sind noch die folgenden Figuren:

3 2 10 12 Ecke
8 7 6 5 Lücke 11
1 4 9 13/14

1 Liegender Dämon, tot, in seinem Nimbus die Brāh-
mīsilbe tya, hinter ihm steht ein kegelförmiger Berg; 2 ein
v. ob. herabstürzender Dämon, 3 cin v. ob. nach unt. liegen-
der (mit dem Gesicht nach unten) oder fliegender Dämon,
4 Dämon mit Hammer, in seinem Nimbus die Brāhmīsilbe
tya; 5 Dämon in der Stellung eines Sprechenden, sein
Nimbus wie bei 4; 6 klagende Dämonenfrau mit ausgestreck-
ten Händen, dahinter bis hinter 8 dreizehn kegelförmige
Berge; 7 eine Art Spielbrett?; 8 ein fliegender Dämon, vor
ihm fünf große, dunkelfarbige Kugeln, Rest zerstört, 9 ein
Dämon auf einem kegelförmigen Berg, der Berg ist blau
bemalt und mit fünf bunzenartigen Gegenständen bedeckt,
10 vier Schlangen mit langen Zungen nach der Ecke gewen-
det, 11 fliegender Dämon; 12 Füße eines fliegenden Dämons,
daneben ist ein spitzohriger Teufel; 13 Kopf eines Bodhi-
sattva(?) mit Nimbus nach der Ecke gewendet; 14 Türw.:
Brustpartie eines stehenden Mannes; er ist, abgesehen von
einem Lendentuch, nackt, er trägt große Ohrpflöcke. Viel-
leicht stellten die Bilder den Besuch eines Bodhisattva in
der Hölle vor.

Die nun folgende Gruppe z. T. sehr zerstörter Höh-
len enthält zunächst hoch in der Bergwand *eine kleine
fast quadratische Höhle* (2,47 m tief, 2,96 m breit) Fig. 193
mit flacher Decke, deren 1,10 m breite Tür in der Fort-
setzung der vom Eing. an L. lieg. Seitenw. jetzt ohne Flü-
gel und Rahmen ist. Die vom Eing. R. lieg., noch 1,86 m
messende Vorderw. der Höhle ist 1 m dick. Vor der Sei-
tenw. R. und zusammenhängend damit vor der Rückw.
ist eine aus Lehm geformte Sitzbank erhalten. Auf der
Seitenw. L. sind eine ganze Anzahl 10—12 cm tiefe Löcher in der Wand, in welchen Bolzen zum Tragen von
Brettern gesessen haben. Die oberste
Reihe beginnt in 15 cm Abstand
von der Decke und die übrigen fol-
gen in 12 cm Abstand von einander.
Dort fanden sich zerstörte Manu-
skripte, durch Nässe zusammenge-
backen, sie sind indischen Ursprungs.
Es ist also wahrscheinlich, daß der
Raum eine Bibliothek gewesen ist,
welche auf den Brettern v. d. L.
Seitenw. gelegen hatte.

Eine früher s'cher vorhan-
dene Vorhalle der Höhle ist völlig
zerstört.

Am Fuße des Berges vor
dieser »Bibliothek« deckten die Aus-
grabungen drei ziemlich große, un-
regelmäßig liegende Vorratsräume
auf, in denen sich allerlei Kleinig-
keiten fanden.

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