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0327 Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1
Ancient Buddhist Temples in Chinese Turkistan : vol.1
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 / Page 327 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000191
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Mönch, in einer Wolke fliegend; 9 Mönch vor einem dreistöckigen Palaste, in dessen unterstem und oberstem Stock-
werk eine Gottheit sitzt.

2. Reihe: 1 ein Mönch vor einem dreistöckigen Turm, vor ihm in der Luft eine Mandoline und eine Bügelharfe;
2 meditierender Mönch vor einem Teich, in welchem zwei Enten sitzen, daneben wachsen zwei langstielige Lotusblumen
empor, auf jeder derselben liegt ein Cintāmaṇi; 3 wie 2, nur statt der Lotusblume zwei Bäume mit je drei Blumen und
Feuerstrahlen; 4 Mönch vor zwei strahlenden Cintāmaṇis; 5 meditierender Mönch wie 2, daneben im Wasser nur ein
Baum, auf dem mehrere Cintāmaṇis wachsen, daneben Flammen.

3. Reihe: 1 ein meditierender Mönch; vor ihm sieht man zwei Streifen Wasser übereinander, dahinter je zwei
Bäume nebeneinander, über welche schlangenförmig Wasser herabläuft. Rest einer chinesischen Inschrift; 2 medi-
tierender Mönch, daneben noch chinesische Inschrift; vor ihm ein Teich, in welchem drei langstielige Lotusblumen
stehen; um die äußeren Lotusblumen ist baldachinförmig ein blaues Tuch gebunden; in der Luft sieht man fliegende
Edelsteine; 3 meditierender Mönch vor einem Teiche mit einem Baum in der Mitte, der drei Blumen und zwei lange Wimpel
trägt, R. u. L. davon steht je eine langstielige Lotusblume mit Cintāmaṇis darüber, dabei chinesische Inschrift; 4 medi-
tierender Mönch, vor ihm steht je eine langstielige Lotusblume mit Cintāmaṇis darüber, dabei chinesische Inschrift; 4 medi-
tierender Mönch, vor ihm steht ein Haus mit einem Baum dahinter. Sonst unklar. Der Rest der Bilderreihe ist zerstört.

Anlage Klementz Nr. 6¹).

In der gegenüberliegenden Gruppe auf dem anderen Ufer R. v. Taleingang (flußaufwärts) liegt ein
Freibau, welcher den Besucher durch seine dominierende Lage und besonders dadurch auffällt, daß auf der
Mitte seines Daches ein hoher stūpaförmiger Aufsatz sich befindet, Fig. 641. Diese Anlage ist ähnlich den
Höhlen, sie hat eine sehr wenig tiefe Cella, deren Gewölbe vernichtet ist, eine Nische in d. Rückw., welche ein
frei gemauerter Pfeiler ist. Um diesen Pfeiler sind nun R. u. L. von der Nische gewölbte Gänge gebaut, welche
sich hinter dem Pfeiler durch einen an den Berg angelehnten Quergang verbinden, Fig. 642.

Vor d. Rückw. der Nische (C) stand eine Buddhastatue auf einem niedrigen Sockel. Der Rest einer
riesigen Vesica ist erhalten. Vor d. Seitenw. der Nische stand auf besonderen Bänkchen je noch eine kleinere
Figur, deren Abdrücke auf den Wandflächen noch zu erkennen sind.

Die Bemalung der Cella ist zerstört, ebenso ihre Bedachung völlig verschwunden, was bedauerlich
ist, da die Anlage manches Eigenartige zeigt. In den Gängen ist das unten Folgende erhalten. Auf den vor-
springenden Seitenmauern der Nische sind an den Gangseiten b, B Reihen kleiner sitzender Buddhas ab-
gebildet. Jeder ist 25 cm hoch, 20 cm breit. In den Gängen (a e, A E) sind ob. über den Resten der großen
Bilder, welche die Mittelfläche einnahmen, Reihen stehender Buddhas gewesen, jeder 50 cm hoch. Nur einer:
der im Gewölbe über dem Eck befindliche sitzt; vgl. Klementz, »Bericht« S. 41. Unter diesen stehenden Buddhas
ist auf jeder Seitenw. der Seitengänge (a e; A E) je ein großes Bild gewesen, 3,10 m breit 2,20 m hoch.

a Die Mittelfigur war ein lebensgroßer Buddha, stehend und predigend, die R. Hand erhoben, die Handfläche
nach vorn, Daumen und Zeigefinger zu einer Mudrā vereinigt, die L. vor der Brust an den Saum des Gewandes gelegt.
L. von ihm ein sehr zerstörter Nāgarāja und eine in bunten Farben gemalte Nāgakanyā (Fig. 643). Sie trägt das aus
der Umgebung von Kuča bekannte Gewand, über der Stirn den smühlsteinförmigen Cintāmaṇi, hinter ihrer Aureole
sieht man einen mächtigen hellgrauen Wolkenball mit vier bunten Drachenleibers. Die Bilder hier verwenden zwei
Abstufungen von Gelb, mehrere Rot, darunter Pfirsichrot! R. von Buddha steht ein junger Brāhmaṇ.

e Die Mitte ist durch eine Buddhafigur ausgefüllt gewesen, wie auf a R. vom Buddha stand ein Padmapāṇi mit
Amitābha in seiner gelben Kronenscheibe, die R. ähnlich wie Buddha erhoben, L. v. Buddha ein anderer Bodhisattva
mit einem strahlenden Cintāmaṇi in der Krone, buntem Kopftuch und langen Seitenbändern, hinter ihm ein seltsamer
Schirm (Fig. 644a). Er hält einen Cintāmaṇi in der R. hoch. Mehr ist hier nicht erhalten.

A Die Mitte ist wieder die erwähnte Buddhafigur, L. von ihm ist Padmapāṇi erhalten.
E Wie A, R. ist noch Padmapāṇi erhalten (Fig. 644b). Rest zerstört.

Über den 50 cm hohen Buddhas, welche in den Gängen unmittelbar unter dem Gewölbeanfang hin-
laufen, schließt eine schöne Borte mit Blattornament ab, vgl. die ob. Borte von Fig. 647.

Das Gewölbe, 2,80 m hoch, ist durch bunte Plaketten verziert, deren Tragbalken verschiedene Ornament-
muster tragen, während die quadratischen Innenfelder auf hellgrünem Fond aufgeblühte Lotusblumen, umgeben
von Knospen, als Schlußrosetten zeigen, Fig. 645—649. Die dreieckigen Felder der nächsten Reihe sind hell-
blau und meist mit Lotusknospen besetzt, die äußeren wieder hellgrün und bald mit Knospen, bald aufge-
blühten Blumen verziert. In den Seitengängen waren noch sieben solcher Felder erhalten.

Hinterer Quergang F, I. Die Bemalung dieses Ganges ist sehr zerstört. Von der Dekoration des Gewölbes
ist noch einiges erhalten, sie war genau, wie die der Seitengänge. Die unteren Bilder aber haben sehr durch
Nässe gelitten, sie sind verschimmelt und vermorscht. Nur auf Innenw. F ist einiges zu erkennen. Deutlich