National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0110 |
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 |
| Ancient Buddhist Temples in Chinese Turkistan : vol.1 |
Captions
| [Figure] Fig. 229. |
Second and fifth multicolored strip, which under Fig. 228 surrounded in the rear wall painting. At x each time the color of the base (red, white, lightgreen) changes, per eleven such parts forms a strip. The transition at the corners is outlined beside it.Zweiter und fünfter bunter Streifen, welcher das unter Fig. 228 abgebildete Rückwandbild umgab. Bei x wechselt jedesmal die Farbe des Fonds (rot, weiß, hellgrün), je elf solche Teile bilden einen Streifen. Der Übergang an den Ecken ist daneben skizziert.
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Citation Information
OCR Text
weißer Streifen (Zwischenraum) 1 cm, bunter Streifen 2¼ cm; weißer Streifen (Zwischenraum) 1 cm; breiter
bunter Streifen mit prachtvollen stilisierten Blumenornamenten (Fig. 230) 24½ cm, weißer Streifen
(Zwischenraum) 1 cm, bunter 3 cm, weißer Streifen 1 cm, bunter (wieder mit liegenden Vierecken mit vier-
blättrigen Blumensternern im Zentrum, Fig. 229) Streifen 6½ cm. Endlich Schlußstreifen 1,4 cm. Üb. d. Bilde
und unt. d. Gesims ist noch ein Zwischenraum von 5 cm.
Die Felder neben dem Bilde auf d. Rückw. (breit etwa 70 cm) sind ebenso abgeteilt, wie die Seitenw.
1 und die Pfeiler der Fensterw. Ihre Gliederung Feld 1: 50 cm hoch, auf der Türw. und den Seitenw.
2 vollkommen leer, nur auf der Rückw. sind hier Stifterbilder zum Teil erhalten (Fig. 231, 232, 233). — 2.:
3 8½ cm hoch, Zahnschnittmuster (Fig. 234). — 3: 6½ cm, ident. mit dem Muster des zweiten Bildrandes
4 (Rückw.) von inn. gerechnet (Fig. 229). — 4: 7½ cm hoch, Blattornament (Fig. 236). — 5: 3 cm
5 einfarbig? — 6: 40 cm, Muster verloren. — 7: 3 cm, einfarbig? — 8: 8 cm, i. q. 4. (Fig. 236). — 9: 8 cm,
i. q. 3 (Fig. 229). — 10: 8½ cm, Zahnschnittmuster (Fig. 234). — 11: 50 cm, i. q. 1. — 12 Schlußborte.
6 Die zehn schmalen Trenner zwischen den Streifen messen je 1 cm.
Die Wandflächen neben dem Rückwandbild zeigen in Feld 1 und 11 je zwei Abbildungen von
7 knienden Stiftern, über welche unten noch mehr gesagt werden soll. Die Felder 1 auf den Seitenw. sind
8 und waren wohl immer leer, d. h. bloß weißgetüncht, jetzt sind sie mit Kritzeleieen bedeckt. Feld 11 ist
9 auf W. 2 zerstört, aber auf W. 3 scheinen kniende Figuren abgebildet gewesen zu sein. Auf Feld 1
10 zwischen Tür und den Fenstern war auf jeder Seite eine Brāhmīnschrift aufgemalt, eine kleinere in
größerer Schrift v. Eing. aus auf dem L. Pfeiler, eine große in kleinerer Schrift auf dem R. Pfeiler.
Die übrigen Streifen waren bunt und oder hatten die oben bei dem Schema angegebenen Ornamente.
11 Der abgeschrägte Teil des Gesimses ist in der Mitte mit einem Rankenornament geschmückt,
welches 6½ cm hoch, zwischen zwei je 1 cm messenden Streifen hinläuft (Fig. 235)
Gemälde der Rückwand. Großes Mittelbild (Fig. 228). In der Mitte des Bildes sitzt nahezu en face
12 ein unbärtiger Mann in königlicher Tracht mit Aureole, welche überragt wird von einem Spitzbogen indischen
Stils. R. und L. von ihm umgeben den König etwas kleinere Figuren in drei Reihen übereinander. L. in gleicher
Höhe mit seinem Kopfe vier junge Frauen. Drei von ihnen, welche zunächst dem König sitzen, mit Aureolen,
davon die vorderste, fast nackt, mit der R. ihre volle Brust stützend, die vierte ohne Aureole mit einem kleinen
Vögelchen (mainā) auf der L. Hand. Im Mittelgrund davor sitzen drei Frauen, die vorderste
schlug Tālas, die zweite blies die Pansflöte, die dritte ist ohne Instrument und legt nur den
Zeigefinger vor den Mund.
Vor dieser Reihe war noch
eine dritte Reihe eben-
falls musizierender junger
Frauen. Erhalten sind
die Köpfe von zweien und
die Arme der vorderen,
welche eine Querflöte
blies. R. von dem König
sitzt in der ob. Reihe, dem
König zugewendet, die
Hände faltend (añjali) ein
junger Mann mit Aureole; hinter ihm folgen in gleicher Höhe vier lebhaft miteinander sprechende junge
Männer, der zweite von ihnen trägt ein Cintāmaṇi im Kopfputz. Im Mittelgrund folgen z. T. zerstörte
jugendliche Brāhmaṇas und im Vordergrund ist nur der Oberkörper eines knienden Jünglings erkennbar,
welcher dem König eine Platte mit Blumenbündeln darbietet, für welche dieser einen Kranz mit der R. dar-
reicht. Die Erklärung wird sich unten ergeben.
Stifterbilder neben dem Mittelbild. L. v. Mittelbild sind in Feld 1 und 11 je zwei kniende Stifterfiguren.
Die in Feld 11 abgebildeten sind bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Besser erhalten sind zwei Figuren
in Feld 1, von doch auch bei ihnen die Gesichter verkratzt sind. Die vordere Figur ist ein kniender Mann (Fig. 232),
welcher die Hände gefaltet und dazwischen drei brennende Räucherkerzchen hält. Bekleidet ist er mit einem
bordierten und mit Aufschlägen versehenen, kragenlosen Rock mit anliegenden Ärmeln. Der etwas über das
Knie reichende Rock ist gegürtet. Die Hose ist gleichfarbig und mit derselben Borte besetzt. Diese Gewand-
borte ist etwa handbreit gedacht und trägt als Ornament Figuren von weißer Farbe, welche an die ägyptische
Hieroglyphe für Gestirn erinnern, d. h. eine dachförmige Figur mit einem darunter stehenden kleinen Kreuze.
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