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0076 Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1
Ancient Buddhist Temples in Chinese Turkistan : vol.1
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 / Page 76 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000191
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Ringen bestehenden Schlange, deren Kopf nach R. gewendet ist. Der Kopf hat denselben Drachentypus wie bei dem
Kraken von Fig. 135. Über den Kopf des Drachen steht, ebenfalls nach R. gewendet, mit hocherhobener R., langge-
streckt ein fast nackter Jüngling von weißer Hautfarbe. — 51—58 Bodhisattvareihe. 51 Bodhisattva auf einem weißen
Elefanten, der stark ausgreift, reitend. Dahinter ein Baum. Varianten: Zweimal in der H. m. d. Bodhis. Gew., doch
scheint das Reittier dort kein Elefant zu sein. Unbestimmbar. — 52 Eine Frau geht, ein Kind auf dem Nacken tragend,
voran, ein Mann folgt mit gezücktem Langschwert. Fig. 138. Varianten: H. m. d. Gebetmühle B, 20; Schwertträgern.
I, II, III, e. Zweifellos die Legende von Sain töröltü (Sujāta) im mong. Dsanglun, vgl. J. J. Schmidt, Ds. I, XXVIII
Kap. VII. Der Mann will aus Lebensmittelmangel die Frau töten, Sain töröltü, der Sohn aber, läßt sich Fleisch stück-
weise aus dem Leibe schneiden. Im mongol. Text trägt der Mann das Kind, was sicher auf einer falschen Übersetzung
beruht. — 53 Bodhisattva steht, nur mit Lendentuch bekleidet, mit gefalteten Händen vor einer Lotusblumen-
blattförmigen Mandorla, vor ihm im Wasser taucht ein dreiköpfiger Nāga auf, der ihn um eine Gabe bittet. Gegenstück
zu R. 11. Fig. 139. Varianten: H. m. d. Gebetmühle B, 15, m. d. Bodhis. Gew. L. 21. Teufelsh., wo der Bodhisattva
ein aus Flammen bestehendes Maṇḍala hat und vor vier Schlangen steht, die ihn umgeben. Hierher auch Fußwasschh.
b, 8? Unbestimmt. — 54 Ein quadratischer Teich, in dem eine nackte, weinende Frau steht, darüber in der Luft ein
mit langen Flügeln versehener Gott (Engel), welcher einen Jüngling wegschleppt. Fig. 140. Varianten: Gebetmühlenh.
b, 30; Teufelsh., Bodhis. Gew. H. R. 26 (dort zwei Mädchen im Wasser: eine von dunkler Hautfarbe). Vgl. zur Sache
Journ. of the Pāli-Text Soc. 1909: K. Watanabe, The story of Kalmāṣapāda usw. S. 245, 262. Hier scheint es sich um
eine besondere Erzählung zu handeln, wenn die Bestimmung von Fig. 149 als Śrutasoma richtig ist. — 55 Ein Baum,
R. kniet eine Frau, ein eingewickeltes Kind auf dem Schoße haltend; L. steht die Bodhisattva mit einem langen Schwert
in der Stellung, als wollte er sich selbst den Kopf abschneiden, vermutlich, um das Kind zu retten. Fig. 141. Unbekannt.
— 56 Ein viereckiger Teich, davor liegt der Bodhisattva ausgestreckt auf dem Boden. Zwei Tiere, scheinbar Schakale,
fressen an ihm. Von oben kommt mit ausgestreckten Armen eine Gottheit herab. Fig. 142. Varianten: Gebetmühlenh.
b, 18; Bodhis. Gew. H. L. 10; Schwertträgern. 1, 2, 3, e; H. d. Behelmten 1, 2. Reihe. Sonst die Darstellungsart des
Vyaghrījātaka vgl. unten Śorčuq H. 3 b. Hierher: Benfey, Pantschat. 2, § 166, 389? vgl. L. 15. Fig. 151. — 57 Eine
runde Öffnung in der Erde, aus welcher Feuer sprüht, ein Mann (Asket) mit hocherhobenen Armen
hinab, Buddha und eine Gottheit helfen ihm heraus. Fig. 143. Varianten: Gebetmühlenh. B, 29; Bodhis. Gew. H. R. 9.
Entweder die Legende des Vijitāvi, Mahāvastu III, 42—47 oder das Śreṣṭhijātaka: Jātakamālā 4. — 58 Großer blauer
Dämon, mit roten Haaren, hält einen nackten Knaben vor den Mund, um ihn zu verzehren. Fig. 144. Varianten: Bodhis.
Gew. H. L. 23; Gebetmühlh. B, 8, auf diesem letzteren Bilde sitzt noch ein klagendes, königliches Paar im Vorder-
grund. — 59—65 Nur dekoratives Bewerk, wie 1—8. 59 Steinbock, 60 Fasanenpaar, 61, 62 = 59, 63 = 60; 64, 65 = 59.

Gewölbehälfte über W(and) L.

L. 50 51 52 53 54 55 56
42 43 44 45 46 47 48 49
34 35 36 37 38 39 40 41
26 27 28 29 30 31 32 33
17 18 19 20 21 22 23 24 25
9 10 11 12 13 14 15 16
1 2 3 4 5 6 7 8

Hier ergeben sich nur sieben Reihen Berge, da die unterste sehr niedrige Reihe zwischen 1 und 2, 2 und 3 nur
schematische Bergfiguren, ohne jede figürliche Darstellung, enthält. — 1—8 Buddhareihe. Hier sind die Buddhas meist
verkratzt, einzelne Stücke aus den Bildchen herausgeschlagen. L. 1 Buddha, nach R. blickend, mit untergeschlagenen
Beinen sitzend, R. vor ihm eine kniende Göttin, welche aus einer Schale Blumen nach ihm wirft; 2 Buddha, nach R.
blickend, ein Jüngling in indischer Tracht, bringt kniend einen weißen Shāl; 3 Buddha wie 2, sonst zerstört; 4 Buddha,
nach R. blickend, mit herabhängenden Beinen, ein alter Brāhmaṇa bringt kniend zwei Schalen; 5 Buddha nach L.
blickend, dort ein sich abwendender Brāhmaṇa, sehr beschädigt; 6 Buddha nach R. gewendet, dort ein Mann mit
Landstracht und weißem Hut; 7 Buddha, wie eb., dort ein Pātra in der R., vor ihm ein Mann mit weißem Klappenrock;
8 Buddha, wie eb., dort ein Jüngling mit einer Fahne¹). — 9—15 Bodhisattvareihe. 9 Bodhisattva, auf einem Thron
mit hohen Seitenflügeln unter einem Baum sitzend, erhebt den L. Arm. Fig. 145. Variante vielleicht: Gebetmühlh. b, 16?
Vielleicht die bei Köppen I, 323, aus Foé-kouě-ki 50, 55 und Dsangl. 15 zitierte
Stelle, der Bodhisattva habe ein Stück Haut geopfert, um ein Subhāṣita zu erhalten? — 10 Bodhisattva, auf einem
Thron unter einem Baum sitzend, er hält in der L. eine Schale, wie um Blut abzufangen, das aus einer Wunde im Schenkel,
die ein Mann ihm beibringen will, fließen wird. Ein Dämon scheint nach der Schale zu greifen. Fig. 146. Vermutlich:
Maitrībalajātaka: Jātakamālā 8. Dort öffnet Bodhisattva fünf Yakṣas fünf Blutadern. Hier wohl abgekürzt. — 11 Bo-
dhisattva, nur mit Lendentuch bekleidet, steht betend unter einem Baum, vor ihm ein hockender Brāhmaṇa mit Schale
der nach Bodhisattvas Lendentuch zu greifen scheint. Fig. 147. Varianten: Gebetmühl. b, 15; Bodhis. Gew. H. L. 21;
Fußwasschh. b, 8 = β, 8; Schwertträgern. I, II, III d. Offenbar das Gegenstück zu Fig. 139 R. 53. Später als die Legende