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0311 Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1
Ancient Buddhist Temples in Chinese Turkistan : vol.1
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 / Page 311 (Color Image)

Captions

[Figure] Fig. 620. Cave 3. Upper part of the aisle, left of the entrance.Höhle 3. Über d. Seiteng. L. v. Eing.

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doi: 10.20676/00000191
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1 ein predigender sitzender Buddha, umgeben von einem Pārivāra von
Bhikṣus und Devatās, welche alle die Hände falten: durchaus kleine Figuren
außer der Buddhafigur; R. u. L. davon in der Luft erscheinen je fünf auf Glücks-
wolken heranschwevende Buddhas. Bei 2 2 2 drei rasch gehende Löwen,
welche Postamente mit Lotussen tragen; ihnen folgt bei 3 eine große Wolke
mit einer Gottheit oder einem Bodhisattva. Die andere Seite ist zerstört. Bei
4₁ 4₂ sitzen, durch eine Linie in der Mitte getrennt, zwei große Bodhisattvas ein-
ander gegenüber. Beide haben ein zahlreiches Gefolge. Unter den Göttern,
welche 4₂ folgen, ist Kubera und Nāgas. Zwischen beiden Bildern ist eine 15 cm
hohe und 30 cm breite, zerstörte uighurische Inschrift. Die Bodhisattvas sind
nicht bestimmbar, vielleicht ist Samantabhadra und Mañjuśrī gemeint. Unter
4₁ sind zunächst drei kniende Stifterpersonen dargestellt, welche alle uighurische
Inschriften hatten, darunter ist eine ganze Prozession von Stiftern. Bei
5 5 5 5 5 5 sind sechs 25 cm hohe, schreitende Götter mit Aureolen erhalten.
Leider sind sie sehr beschädigt.

Seitenw. der Cella R. Das
Hauptbild fand ich herausgeschnit-
ten. Es enthielt einen einköpfigen,
vielarmigen Avalokiteśvara unter
einem reichen Baldachin. Von der
Aureole gingen lange Strahlen aus.
Der Bodhisattva war von stehenden
Götterfiguren umgeben. Über dem
Bilde sind an der Wand erhalten:
Berge mit Maṇḍalas, in denen strah-
lenwerfende Buddhas sitzen. Im Pa-
rivāra waren Dämonenkönige. Ganz
unten war eine lange Reihe von Stif-
tern, R. von Avalokiteśvara fünfzehn,
L. von ihm elf Personen, die Frauen
mit dem hochstehenden, hornartigen
Kopfputz und den roten viereckigen
Lappen an der Spitze ¹).

Nische des Pfeilers. Das
Kultbild ist zerstört. Von dem
Baum, welcher über der Figur ge-
malt war, sind noch Zweige sicht-
bar. Er hat dieselben Trauben-
dolden, wie der Baum in der hin-
teren Höhle von Nr. 25 des großen Tempels Bāzāklik.

Rückw. neb. der Buddhanische (über den Eingängen in den Umgang). Über dem Eingang in Seiten-
gang R. befindet sich die folgende interessante und schön gezeichnete Darstellung. Ein Buddha, nach euro-
päischer Art auf einem Stuhle sitzend, die ganze Figur ist 80 cm hoch, Fig. 621, hält die Hände tröstend nach
einem vor ihm knienden, abgemagerten, nur mit Lendentuch bekleideten Manne, der seine Arme erschöpft
herabhängen läßt. Hinter diesem Manne steht ein Devaputra mit einer Kanne, aus welcher er dem Buddha
Wasser in die L. gießt, mit dem der Buddha den Erschöpften zu erfrischen bemüht ist. Hinter dem die Kanne
haltenden Bodhisattva kniet noch ein zweiter Bodhisattva mit gefalteten Händen (añjali). Es handelt sich
um einen Verstorbenen, vielleicht um einen Preta, welcher durch das Amṛta der Predigt Buddhas eine bessere
Wiedergeburt erlangt ²).

Über der Tür des Seiteng. L. Hier befindet sich das Gegenstück zu dem vorigen Bilde, Fig. 620. Buddha,
ebenso groß wie dort, in predigender Haltung. Vor ihm knien zwei Bodhisattvas, von denen der vordere in
betender Haltung (añjali) dargestellt ist, während der zweite einen nackten, stehenden Knaben hinhält.
Hinter diesen beiden Knienden ist noch ein kniender, gepanzerter Gott mit Spitzohren dargestellt, welcher

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