National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0236 |
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 |
| Ancient Buddhist Temples in Chinese Turkistan : vol.1 |
Captions
| [Figure] Fig. 501. |
no captionno caption
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Citation Information
OCR Text
in seiner Bemalung ein wiederholt vorkommendes Schema repräsentierte und am meisten dem unten zu er-
wähnenden Raum 22 der Hauptanlage von Bäzäklik, der Mittelcella von 4 und 9 usw. glich.
B. Eine in den Berg gelegte, völlig schmucklose Höhle mit gerader Decke.
C. Neben A lag ein kleiner, wie es scheint, nie überdachter Raum, der mit dem Berg noch eine Ecke
bildet. Unmittelbar an A anstoßend ist eine in die Ecke gepasste Lehmbank erhalten, welche an der Seite
2,30 m lang, 55 cm breit und 35 cm hoch ist.
D. Hinter C liegt eine Freiterrasse vor dem etwas zurücktretenden Berg. Im Berg ist eine Stollenanlage.
E. welche früher verschlossen gewesen zu sein scheint, mit einem Grabe in der Rückw. und einem
Loculus daneben, welcher 45 cm hoch, 75 cm breit und 50 cm tief ist und welcher zu unserer Zeit leer war.
Das Grab scheint ein Doppelgrab gewesen zu sein, denn der tiefe Stollen, welcher in den Berg geht, ist in der
Mitte durch eine lange Steinplatte in zwei gleiche Teile geteilt gewesen. Neben E liegt noch ein leeres Tonnen-
gewölbe, dessen vorderer Teil eingestürzt ist.
F. Ein zweites Grab liegt jetzt offen an der Ecke der Gruppe, welche L. an das beschriebene System
anstößt. R. neben oder besser vor diesem Grab lag eine Gruppe von zwei einst verbundenen Tonnengewölben,
von denen das eine ganz in den hier stark vorspringenden Berg eingefügt gewesen ist. Sie sind beide sehr zer-
stört. Noch weiter hin — parallel mit B — folgt ein vollkommen leeres Tonnengewölbe mit einer Apse in
der Türwand.
Vor der ganzen Anlage liegen in einem Abstand von 20 m noch formlose Gebäudereste.
In der Richtung auf den Haupttempel erreicht man in ziemlichem Abstand eine Nische in der Bergwand,
weiterhin eine leere Höhle, über welcher eine zweite leere Höhle (beide Tonnengewölbe) hoch im Berge liegt.
Von dieser Gruppe gelangt man in 2—3 m Abstand an das Hauptsystem und trifft auf Anlage 1.
Anlage 1.
(Höhle 22 des »Berichtes« Seite 165.)
Diese Anlage (Fig. 501) ist, da sie im Berge liegt, als Höhle zu bezeichnen, obgleich an der Tür einige
Ausgleichungen mit Mauerwerk sichtbar sind. Vor der Höhle war eine größere Plattform, zu welcher eine
Treppe heraufgeführt hat, denn am Rande des Schuttberges, welcher heute vor der Höhle liegt, sind die Tür
gegenüber zwei torartige Rampen erkennbar. Die Höhle ist übrigens aus einer älteren
umgebaut. Am deutlichsten sieht man dieses an einigen, in die Wände der Gänge geschla-
genen Löchern, in denen man noch den alten Verputz bemerken kann.
Die Höhle, welche in ihrem vorderen Teile geborsten und gefährlich zu betre-
ten ist, bildet eine wenig tiefe Cella, welche ein querliegendes Tonnengewölbe darstellt.
Die Rückw. dieser Cella bildet ein Pfeiler mit dem Hauptkultbild, R. u. L. v. d. Pfeiler
gehen gewölbte Gänge ins Innere, um sich hint. d. Pfeiler durch einen Quergang (eben-
falls Tonnengewölbe) zu verbinden. Cella und Gänge sind an der höchsten Stelle 4 m
hoch. Sowohl auf d. Vorderseite des Pfeilers, wie auf d. Seiten in den Gängen und
auf d. Rückseite waren Sockel für Kultfiguren, alle etwa 1 m hoch. Der Sockel auf der
Rückseite ist fast völlig zerstört. Diesem Sockel gegenüber tritt die Rückw. d. hint.
Ganges in der Breite von 2,60 m um ½ m vor, so daß den Gängen gegenüber je eine
1,70 cm breite Nische entsteht. Auch diese Sonderbarkeit weist auf einen Umbau; man
hat nicht gewagt, vielleicht aus Gründen der Baufälligkeit, den vortretenden Teil,
der vielleicht ein alter Nirvāṇasockel war, hinwegzunehmen.
Gemälde der Höhle. Auf der abgeschrägten Türlaibung war je eine große Devatā abgebildet. Deutlich
ist die Figur L. Es läßt sich noch erkennen, daß ihr Kostüm dasselbe war, wie in Anl. 3, 8,28, 37, und daß
Fig. L. einen Teller mit leuchtenden Cintāmapis trug.
Seitenw., Türw. und Seitengänge sind mit meditierenden Buddhas bemalt. Jedes solche Bildchen ist
etwa 56 cm hoch, 33 cm breit. Der Buddha sitzt je in einem quadratischen Stūpa, auf dem sich ein Hti mit
Dharmasymbol und Seitenfahnchen erhebt, jeder hat ein längliches, stehendes Inschrifttäfelchen. Auf jeder
Seitenw. sind in sechs Reihen zweiundzwanzig Buddhas, darüber in den Lünetten R. u. L. je sechs. Auf den
inn. Türw. je fünf Buddhas in sechs Reihen, auf den Pfeilerseiten der Gänge hatten R. u. L. von den Sockeln
fünf vollständige Reihen je drei Buddhas.
Das Gewölbe der Cella, wie das der Gänge, ist mit prachtvollen Lotusblumenornamenten dekoriert, welche
mit einem Ring von Glückswolken umgeben sind. Die Zwischenräume füllen Flammenornamente aus. Darunter
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