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0141 Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1
Ancient Buddhist Temples in Chinese Turkistan : vol.1
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 / Page 141 (Color Image)

Captions

[Figure] Fig. 294. Cave A rear corridor (3), Figure from the lower row. Original 64 cm height.Höhle A Hint. Gang (3) Bild aus d. unt. Reihe. Orig. 64 cm hoch.

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doi: 10.20676/00000191
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einen unbestimmbaren Gegenstand. Noch weiter hin folgt ein Bild, welches einen Prinzen auf einem Elefanten
darstellt, ihm folgt ein Reiter. Der Rest ist zerstört.
**Hinterer Gang 3**. Gewölbe und Rückw. sind zerstört. Auf der inn. (Schmal-) W. sind zwei Reihen legenden-
hafter Darstellungen erhalten. Darüber sind noch schöne, miniaturenartig ausgeführte Ornamentborten und
darüber stilisierte Berge, belebt mit Kägliks.
Die darunter noch leidlich erhaltenen Streifen enthielten das Folgende:
In d. *ob. Reihe* v.
R. Gange (II) her sieht
man einen thronenden
König und eine dunkel-
farbige Königin. Vor
ihnen kniet ein König
oder Gott und eine Die-
nerin in einem chlamys-
artigen Gewande, welche
Cintāmaṇis trägt oder
eine Krone mit Zacken,
welche Cintāmaṇis glei-
chen; dann folgt eine
neue Gruppe: ein thro-
nender König mit seiner
Königin, davor eine
Lücke, endlich in der
Ecke ein Brāhmaṇa in
einer Laubhütte, welcher
ein Gott sich nähert,
während ein zweiter
heranfliegt.
In d. *unt. Reihe*
ist ein schießender prinz-
licher Bogenschütz er-
halten; dann sieht man
noch zwei Männer mit
Langschwertern fechten,
es scheint sich um die
Waffenübungen des Bo-
dhisattva zu handeln
(vgl. Treppenhöhle
S. 117 f.). Es folgt als wei-
tere Gruppe König und
Königin thronend, erste-
rer mit ausgestreckter
L.; dann folgt ein Baum
mit Pfauen und endlich
noch eine halb zerstörte
weibliche Figur, welche zur letzten und reizvollsten Gruppe gehörte. Diese ist in Fig. 294 dargestellt. Ein nur
mit Lendentuch und langem Shāl bekleidetes Mädchen steht unter einem stilisierten Baume, davor knien
zwei Zofen, und zwei Mädchen kommen mit Wasserkrügen herbei. Interessant sind die mit mäanderartigen
Mustern mattgelb gefaltbelten Kleider der Mädchen, wie ihr übriges Kostüm und ihre Haltung, welche als
Ausläufer antiker Badeszenen auf Vasenbildern betrachtet werden mögen. Die Darstellung wird wohl als
das Bad der Mutter Gautamas Māyā¹) erklärt werden müssen. Es scheinen also die beschriebenen
Bilder die Jugend des Bodhisattva dargestellt zu haben. Von besonderem Interesse ist dabei die

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