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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0029 Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1
シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂 : vol.1
Altbuddhistische Kultstätten in Chinesisch-Turkistan : vol.1 / 29 ページ(白黒高解像度画像)

キャプション

[Figure] Fig. 45. G部分 (縮小模写)。オリジナルの大きさは幅2.3メートル、高さ1.2メートル。Bei G. (Verkleinerte Durchzeichnung). Größe des Org. 2,30 m breit, 1,20 m hoch.

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doi: 10.20676/00000191
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OCR読み取り結果

 

Ming-Öi bei Qumtura. Hauptgruppe, II. 19.   ~3

zierten Berge ist eine Figurengruppe dargestellt. Da aber das Gemälde sehr zerstört ist, /íllZ~n~

so ist es schwer über die einzelnen Bilder überall ins Klare zu kommen.

Unterste Reihe. 1. vor dem Berge ist eine Schlange abgebildet. Was noch dabei war, ist nicht ersichtlich. 2. ein Affe, ein Vogel (Caccabis) und eine Schlange in einem Teiche, Tierfiguren zur Belebung der Berglandschaft.

3. vor dem Berge sitzt ein Löwe (blaugrau, mit weißer Blässe an Hals, Bauch und Füßen), vor ihm ein Affe in der Haltung eines Schutzflehenden, über beiden ein mattrot gemalter Adler, der einen jungen Affen fortschleppt. In der Mitte des Berges sieht man drei kleine Höhlen. Es handelt sich hier um eine längst bekannte Legende, vgl. M. Stanislas Julien, Les avadânas, contes et apologues Indiens t. 2 i'me, Paris 1859 S. 21. Ein Löwe verspricht die Jungen eines Affen zu schützen. Während der Löwe schläft, kommt ein Adler und schleppt die Jungen fort. Wach geworden, sucht er sie. Er wendet sich an den Geier: er habe gefehlt, deshalb bitte er ihn, ihm dem Könige der Tiere die anvertrauten Jungen zurückzugeben. Der Geier weist ihn ab. Darauf zerkratzt sich der Löwe die Flanken, um die Jungen des Affen zurück zuerhalten, Fig. 44. 4. Asket, eine Flasche ausgießend: nicht bestimmbar. 5. Vogel (Caccabis), bloß zur Belebung der Berglandschaft.

Die sich darüber erhebenden vier Reihen Berge zeigen auf ihrer Vorderseite, von unten an fünf predigende Buddhas je mit einem Adoranten, dann vier ebensolche Gruppen, in der nächsten Reihe wieder fünf und in der obersten wieder vier predigende Buddhas mit je einem Adoranten.

Über der zerstörten Seitenw. R. sind nur vier Reihen Berge mit predigenden Buddhas und je einem Adoranten abgebildet, unten fünf, zweite Reihe vier, dritte und vierte Reihe ebenfalls vier. Da, wo die Seitenw. andie Rückw. sich anschließt, ist in der Höhe der zweiten Bergreihe ein Bodhisattva abgebildet, nackt bis auf ein Lendentuch, auf einem Kleide stehend, unmittelbar darüber in der Höhe der dritten und vierten Reihe ebenfalls ein Bodhisattva im Gebirge, nur mit Lendentuch bekleidet, nach rückw. blickend, hält er den R. Arm hoch, während er den L. Fuß mit der L. Hand hoch hält.

Es handelt sich also um Aufopferungen der Bodhisattvas, wenn auch die Gruppen infolge der Zerstörung nicht im Einzelnen erklärt werden können 1); außerdem berühmte Predigten Buddhas mit je der Person, dem die Predigt zugedacht war — Darstellungen, auf welche später bei besser erhaltenen Gewölbebildern näher eingegangen werden soll.

Gemälde in den Gängen. Hinterer Gang (Quergang). Pfeilerwand (kürzere Wand). Diese Gemälde waren stark verräuchert. Doch ist klar, daß an der Pfeilerwand die Darstellung der Verbrennung eines Sarges vorhanden war, offenbar dieVerbrennung Buddhas.

Auf der Hinterw. des Ganges (Langw.) gegenüber der Verbrennung von Buddhas Sarg ist ein stark verräuchertes Gemälde erhalten, Fig. 45. Man sieht eine große Mauer mit Türmen und einem offnen Tore in

1) Bemerkenswert ist, daß hier neben den sich aufopfernden Bodhisattvas die Peiniger nicht dargestellt sind. Die Bodhisattvas sind der Nische zugewendet und erinnern geradezu an christl. Märtyrerdarstellungen neben dem Hauptkultbild, die als Blutzeugen dem Parivâra eingefügt sind. In diese Kategorie gehören auch die Gemälde, welche in meinem »Berichts S. 14i, 142, Taf. XXIX und Taf. III, Fig. I in Umrissen abgebildet sind. Auf Taf. III, Fig. I ist die Darstellung eines Bodhisattva, welcher sich von einem Brâhmana brennende Lampen ins Fleisch setzen läßt vgl. Benfey, Pantschatantra 1, § 166, 389 f. und Dsanglun ed. J. J. Schmidt Kap. I, wo der Brâhmapa Rudrâkga (Tib. Drag-poi mig) dem König Kâncanapâla (1) tausend Lampen ins Fleisch steckt. Bei Besprechung der Gewölbebilder verschiedener Höhlen in Qyzyl werde ich ausführlicher auf die Sache zurückkommen.

Bemalung des Gewölbes. Im Zenit des Gewölbes folgen vom Haupteingang der Höhle an die folgenden Figuren, grau in grau gemalt: Der Mondgott, gepanzert auf einem zweirädrigen Wagen sitzend (der Wagen ohne Pferde) umgeben von einem weißen Nimbus, zwei weiße Vögel gegen die Mitte zu fliegend, Garuda, einen siebenköpfigen Nâga fortschleppend, Fig. 41, ein Buddha, in d. R. die Almosenschale haltend, in d. L. das Obergewand zusammenraffend durch die Luft fliegend. Die Figur ist mit Flügelartigen Flammenzungen versehen, Fig. 42. Darauf folgt unmittelbar vor dem Kultbild der Sonnengott, ebenso wie der Mondgott gepanzert, auf einem Wagen sitzend. Sein mit Strahlen versehener runder Nimbus ist grau gemalt,

Fig.   Über der erhaltenen Seitenw. L. sind fünf Reihen Berge übereinander grau-in- n' á s n

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grau gemalt nach dem beifolgenden Schema. Vor jedem der reich mit kleinen Blumen ver- (nnM

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Fig. 45. Bei G. (Verkleinerte Durchzeichnung). Größe des Orig. 2,30 m breit, 1,20 m hoch.